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Medikamenteninduzierter Lupus erythematodes

Synonyme: Pseudo-Lupus-erythematodes-Syndrom, Arzneimittelinduzierter SLE
Englisch: drug induced lupus erythematosus (DIL)

1 Definition

Als Medikamenteninduzierter Lupus erythematodes, kurz DIL, bezeichnet man eine systemische Autoimmunerkrankung, die von bestimmten Medikamenten ausgelöst werden kann.

2 Epidemiologie

Der DRL tritt geschlechtsunabhängig, vor allem im höheren Lebensalter auf. Eine erhöhte Inzidenz besteht bei Patienten mit HLA-DR4 und Langsamacetylierern.

3 Pathogenese

Über 40 verschiedene Medikamente, die in der Leber durch N-Acetylierung metabolisiert werden, können DIL verursachen. Zu den wichtigestenauslösenden Medikamente gehören u.a.:

Die genaue Pathogenese für die Entstehung des DIL ist ungeklärt. Die verursachenden Medikamente haben keine bestimmte pharmakologische Eigenschaft oder chemische Struktur gemeinsam, die man dafür verantwortlich machen könnte.

4 Klinik

Der DIL präsentiert sich klinisch wie ein systemischer Lupus erythematosis (SLE), v.a. mit Hautsymptomatik, Fieber, Gelenkbeschwerden, ferner auch Pleuritis und Perikarditis, seltener mit Nierenbeteiligung oder Beteiligung des Nervensystems.

Wenn diese Medikamente im Körper des Patienten eine bestimmte Konzentration erreicht haben (steady-state), kann sich nach einigen Wochen bis Monaten Therapiedauer die Lupus-Symptomatik ausbilden.

5 Diagnostik

6 Therapie

Bei Patienten mit stärkeren Beschwerden sollten die entsprechenden Medikamente, insofern diese als Auslöser identifizierbar sind, abgesetzt werden.

7 Prognose

Die Prognose ist gut. Wenn das entsprechende DIL-verursachende Medikament erkannt und abgesetzt wird, kommt es rasch zu einem vollständigen Rückgang der Symptome.

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