Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Griseofulvin

1 Definition

Bei Griseofulvin handelt es sich um ein Antimykotikum.

2 Chemie

Griseofulvin hat die Summenformel C17H17ClO6 und eine molare Masse von 352,77 g·mol−1.

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3 Allgemeines

Griseofulvin stellt ein Mykotoxin dar, das von Penicillium griseofulvum abgesondert wird. Es handelt sich hierbei um ein Benzofuranderivat, das als orales Pilzgift eingesetzt wird. Es kann sowohl Tieren als auch Menschen verabreicht werden, um pilzbedingte Hauterkrankungen zu bekämpfen.
Ein weiterer Wirkbereich, in dem die Funktion von Griseofulvin getestet wird, ist die Apoptose von Tumorzellen. Hier konnte man nämlich bisher eine antiproliferative Wirkung beobachten.

4 Mechanismus

Der Wirkstoff bindet an Tubulin, welches ein Bestandteil der Mikrotubuli ist. Diese sind wiederum ihrerseits Bauelemente der Spindelfasern, die für jegliche mitotische Zellteilung notwendig sind. Wird nun das Tubulin gebunden, können die Mikrotubuli nicht mehr aufgebaut werden, wodurch auch die Funktion der Spindelfasern unterbleibt. Dabei bindet Griseofulvin zunächst jedoch an Keratin. Kommt es nun im Rahmen einer Zellerneuerung zu einer Aufnahme dieses Keratin-Griseofulvin-Komplexes in die Zelle, kann der Wirkstoff am Zielort, nämlich an den Mikrotubuli des Spindelapparats eines Dermatophyts, fungieren.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Da Griseofulvin ein CYP-450-Induktor ist, muss die Einnahme weiterer Medikamente abgestimmt werden.

5.1 Veterinärmedizin

Bei der Katze kann es durch die Anwendung von Griseofulvin während der Trächtigkeit zu Missbildungen von Gehirn, Auge, Schädel und/oder Rückenmark, sowie einer Atresia ani kommen.

Fachgebiete: Arzneimittel

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