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Cyclophosphamid

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Handelsname: Endoxan®

1 Definition

Cyclophosphamid ist ein alkylierender Wirkstoff aus der Gruppe der Stickstoff-Lost-Verbindungen, der in der Medizin zur Immunsuppression und als Zytostatikum zur Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt wird.

2 Pharmakologie

Cyclophosphamid ist ein Prodrug, das erst nach Aktivierung in der Leber seine zytotoxischen Eigenschaften entfaltet. In den Leberzellen wird es durch CYP2B6 zu 4-Hydroxycyclophosphamid-Aldophosphamid hydroxyliert. Letzteres spaltet Acrolein ab und wird zum eigentlich zytotoxischen Phosphoramidmustard. Phosphoramidmustard schädigt die Zell-DNA durch Quervernetzung (cross links) zwischen den DNA-Strängen. Die immunsuppressive Wirkung entsteht durch die Hemmung der B- und T-Zellen.

3 Indikation

Mögliche Anwendungsgebiete sind:

4 Nebenwirkungen

Zu den wichtigsten Nebenwirkungen zählen Knochenmarksuppression, Haarausfall und Übelkeit. Spezifisch ist die hämorrhagische Zystitis zu nennen, die durch die parallele Gabe von MESNA (Mercapto-ethansulfonat-Natrium) verhindert werden soll. Weitere Nebenwirkungen sind:

Tags:

Fachgebiete: Arzneimittel

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Oktober 2020 um 22:55 Uhr bearbeitet.

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