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Knochentumor

Englisch: bone tumor

1 Definition

Ein Knochentumor ist eine bösartige oder gutartige Neubildung des Knochengewebes.

2 Unterscheidungen

Bei den Knochentumoren unterscheidet man zwischen benignen und malignen Tumoren und zwischen primären Tumoren, die direkt vom Knochengewebe ausgehen und sekundären Tumoren, die von Metastasen anderer Tumore ausgehen. Außerdem wird noch unterschieden, welches Knochengewebe betroffen ist.

2.1 Ossäre Tumore

Diese Tumore gehen von Osteoklasten oder Osteoblasten aus:

2.2 Knorplige Tumore

Diese Untergruppe der Knochentumore hat ihren Ursprung im Knorpelgewebe:

2.3 Bindegewebige Tumore

Diese gehen vom Bindegewebe aus und werden allgemein als Knochenfibrome bezeichnet.

3 Ursachen

Die Ursachen für Knochentumore sind nicht genau geklärt. Da sie familiär gehäuft auftreten, wird eine genetische Veranlagung vermutet. Ein Risikofaktor ist ionisierende Strahlung. So stieg die Zahl der Knochentumore nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl vermehrt an. Patienten, die sich in der Jugend einer Chemotherapie unterziehen mussten, haben ebenfalls ein höheres Risiko, Knochentumore zu entwickeln.

4 Symptome

Die Symptomatik ist in erster Linie abhängig von Ort und Größe des Tumors. Dennoch gibt es eine Reihe von Symptomen, die bei allen Tumoren auftreten:

5 Diagnose

Bei der Diagnose von Knochentumoren sind vor allem die bildgebenden Verfahren von Bedeutung:

  • Ultraschall
  • Röntgen: gerade bei bösartigen Tumoren lassen sich im Röntgenbild Unschärfen an den Knochenrändern, Periostreaktionen, sowie die Zerstörung des Gewebes erkennen
  • MRT und CT: mit diesen Untersuchungen kann eine Aussage über die Größe und Ausdehnung des Tumors gemacht werden. Mittels CT lassen sich auch Metastasen in der Lunge nachweisen.
  • Skelettszintigraphie: dies dient dem Nachweis von Metastasen in anderen Knochen
  • Blutlabor: der Nachweis bestimmter Enzyme im Blut kann Auskunft darüber geben, ob ein Tumor vorliegt
  • Biopsie: eine entnommene Gewebeprobe wird unter dem Mikroskop von einem Pathologen auf Tumorart und dessen Agressivität untersucht.

6 Therapie

Die adäquate Behandlung von Knochentumoren ist abhängig von Art, Ausdehnung und Stadium des Tumors. Bei benignen Tumoren kann erstmal die weitere Entwicklung beobachtet werden, während maligne Tumore immer operativ entfernt werden müssen. Vor der Operation wird versucht durch Bestrahlung oder Chemotherapie den Tumor zu verkleinern, damit möglichst wenig Gewebe entfernt werden muss. Postoperativ wird durch eine Behandlung mit Zytostatika oder durch weitere Bestrahlung versucht, eventuell übrig gebliebene Tumorzellen zu zerstören.

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