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Osteochondrom

Synonym: kartilaginäre Exostose
Englisch: osteochondroma

1 Definition

Unter dem Osteochondrom versteht man einen benignen Tumor im Bereich der Metaphysen der langen Röhrenknochen, der über ein pilzförmiges Aussehen verfügt.

2 Epidemiologie

Frauen sind seltener betroffen als Männer. Es handelt sich um den häufigsten benignen Tumor des Bewegungsapparates.

3 Ätiopathogenese

Das Osteochondrom findet man am häufigsten am distalen Femur sowie am proximalen Humerus. Der Tumor wächst gestielt und kann durch die Verdrängung des benachbarten Knochens zu einer Deformierung führen.

4 Klinik

Das Osteochondrom imponiert durch eine häufig vor Vollendung des zwanzigsten Lebensjahres auftretende Schwellung, die keine Schmerzen bereitet. Erst bei Kompression oder Verdrängung von Muskulatur, Nerven und Gefäßen treten weitere Symptome auf.

5 Bildgebung

Das Osteochondrom ist gut auf einem Röntgenbild erkennbar. In unklaren Fällen wird zusätzlich eine Computertomographie durchgeführt. Mit einer Kernspintomographie kann man die Dicke der Knorpelkappe und damit die Möglichkeit einer Entartung bestimmen.

6 Differenzialdiagnose

Es sollte stets an eine familiäre Osteochondromatose gedacht werden.

7 Therapie

Bei Funktionsstörungen von Gelenken, Deformationen, Schmerzen und bei Verdacht auf eine maligne Entartung wird das Osteochondrom reseziert.

8 Prognose

In der Regel wächst der Tumor nach Abschluss der Wachstumsphase nicht mehr. Bei einer Größenprogredienz sollte deshalb ein malignes Geschehen ausgeschlossen werden.

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Fachgebiete: Orthopädie

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