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Chondrosarkom

1 Definition

Unter einem Chondrosarkom versteht man einen malignen Knochentumor, der primär und sekundär entstehen kann und aus dem Knorpelgewebe hervorgeht.

2 Epidemiologie

Das Chondrosarkom macht etwa zehn bis zwanzig Prozent aller malignen primären Knochentumoren aus, wobei Frauen seltener als Männer betroffen sind.

3 Ätiopathogenese

Es wird davon ausgegangen, dass das Chondrosarkom in zwei Drittel der Fälle primär und in einem Drittel der Fälle sekundär im Rahmen einer Entartung von Osteochondromen oder Enchondromen entsteht.

4 Lokalisation

Das Chondrosarkom ist häufig am proximalen Humerus, der Scapula sowie am proximalen und distalen Femur lokalisiert.

Man unterscheidet ein zentrales, ein periostales sowie ein mesenchymales Chondrosarkom.

5 Klinik

Im Frühstadium verursacht das Chondrosarkom keine Beschwerden. Später kommt es zu Schmerzen.

6 Bildgebung

Im Röntgenbild sieht man einen osteolytischen Tumor, der eine zentrale Verkalkung aufweist. Weiterhin werden eine Computertomographie, eine Kernspintomographie sowie eine Skelettszintigraphie durchgeführt.

7 Differenzialdiagnostisch

Differenzialdiagnostisch sollte an Knochenmetastasen, das Enchondrom und andere knorpelige Tumoren gedacht werden.

8 Therapie

Das Chondrosarkom ist weitgehend strahlen- und chemoresistent, weswegen in der frühen Verlaufsform eine En-bloc-Resektion mit großzügiger Ausräumung zu empfehlen ist. Dies setzt jedoch voraus, dass das umliegende Weichteilgewebe nicht mit betroffen ist. Bei einem Durchbruch mit Weichteilbeteiligung bleibt als Ultima ratio nur noch die Exartikulation.[1]

9 Prognose

Bei einer R0-Resektion beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate bei hochmalignen Tumoren dreißig Prozent, bei niedrigmalignen Tumoren neunzig Prozent. Wenn ein Rezidiv auftritt, ist die Prognose schlecht.

10 Quellen

  1. Schütte et al. Leitlinie Maligne Knochentumore des Erwachsenen. Stand Mai 2011; angerufen am 06.07.2016

Fachgebiete: Onkologie, Orthopädie

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