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Osteolyse

von altgriechisch: ὀστέον ("ostéon") - Knochen, λύσις ("lýsis") - Auflösung
Synonym: Knochenabbau, Knochenläsion
Englisch: osteolysis

1 Definition

Osteolyse ist die aktive Auflösung bzw. Resorption von Knochengewebe. Ihr Gegenteil ist die Osteogenese.

ICD10-Code: M89.5

2 Lokalisation

Osteolysen können diffus den gesamten Knochen betreffen oder als umschriebene Osteolysen auf einen Bereich beschränkt sein. Eine diffuse Osteolyse führt zu einer insgesamt reduzierten Knochendichte eines Knochens.

3 Physiologische Osteolysen

Osteolysen treten physiologischerweise im Rahmen des normalen Knochenumbaus auf. Das dient dazu, funktionell nicht oder wenig belasteten Knochen zu reduzieren. Dieser Prozess wird durch Osteoklasten ausgeführt und hormonell kontrolliert. Ihre Aktivität steht in einem dynamischen Gleichgewicht mit der Knochensynthese durch die Osteoblasten.

4 Pathologische Osteolysen

Knochenabbauende Prozesse können auch durch pathologische Vorgänge ausgelöst werden, z.B. durch Stoffwechselstörungen, Entzündungen, Zysten, Tumoren oder Metastasen. Weiterhin können Osteolysen bei Gelenkimplantaten (periprothetische Osteolyse) auftreten. Sie lassen sich durch umschriebene oder diffuse Aufhellungen im Röntgenbild darstellen. Mögliche Ursachen sind:

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Juni 2019 um 07:15 Uhr bearbeitet.

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