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Riesenzelltumor

Synonym: Osteoklastom
Englisch: Giant-cell tumor of bone, GCTOB

1 Definition

Unter einem Riesenzelltumor versteht man einen häufig in den Epiphysen der langen Röhrenknochen zu findenden Tumor, der aggressiv wächst und als semimaligner Tumor angesehen wird. Der Tumor tritt vor allem im Kniegelenksbereich, im proximalen Humerus sowie im distalen Radius auf.

2 Epidemiologie

Bei etwa jedem siebten benignen Knochentumor handelt es sich um einen Riesenzelltumor.

3 Klinik

Der Riesenzelltumor kann zu Schwellungen, zu Schmerzen und zu pathologischen Frakturen führen.

4 Bildgebung

Auf dem Röntgenbild sieht man osteolytische Areale, die bis in die subchondrale Bereich des angrenzenden Gelenks reichen kann. Durch den Riesenzelltumor wird der Knochen aufgeweitet, wobei bei jedem fünften betroffenen Patienten eine Weichteilinfiltration erfolgt.

Häufig werden auch eine Computertomographie (CT) sowie eine Kernspintomographie (MRT) angefertigt.

5 Therapie

Die Therapie erfolgt durch eine Kürettage, die von einer Auffüllung des Knochens mit Zement gefolgt wird, der nach ein bis zwei Jahren durch Knochen ersetzt wird, wenn kein Rezidiv auftritt. Zusätzlich werden häufig zur Abtötung verbliebener Zellen des Tumors chemisch-toxische Substanzen (z.B. Phenol) instilliert. Bei etwa jedem vierten Patienten kommt es zum Rezidiv.

6 Prognose

Weniger als fünf Prozent der Patienten sind von einer Metastasierung betroffen, welche vor allem die Lunge betrifft.

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Fachgebiete: Orthopädie

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