Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Parodontitis

1 Definition

Als Parodontitis bezeichnet man eine bakterielle Infektion des Zahnhalteapparats, d.h. des die Zähne umgebenden Gewebes und des Kieferknochens. Die Parodontitis stellt nach Karies die häufigste Erkrankung der Mundhöhle dar.

2 Einteilung

Man unterscheidet zwei Formen der Parodontitis:

3 Pathologie

3.1 Apikale Parodontitis

Ursächlich für eine apikale Parodontits ist in der Regel eine bakterielle Infektion der Zahnpulpa (Pulpitis), teils auch mechanische Zahnverletzungen.

Der Entzündungsprozess beginnt an der Wurzelspitze eines Zahnes und greift im weiteren Verlauf auf die Wurzelhaut (Periodontium) und den Knochen über. Bei akutem Verlauf kommt es zur Bildung von Abszessen, bei chronischem Verlauf zur Granulombildung oder auch zur Entstehung von Kieferzysten.

3.2 Marginale Parodontitis

Der genaue Pathomechanismus der marginalen Parodontitis ist noch nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um einen komplexen Krankheitsprozess, der unter anderem vom Vorhandensein pathogener Keime, aber auch von der individuellen Immunantwort abhängt.

Als Vorstufe der marginalen Parodontitis führen in der Regel auf den Zähnen befindliche Bakterien zu einer Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis). Diese äußert sich durch Rötung und verstärkte Blutungsneigung, zum Beispiel beim Zähneputzen oder Essen. Bei Ausbreitung der Entzündung wird dann das Zahnbett befallen: Zwischen Zahn und Gingiva entstehen Zahnfleischtaschen. Tiefere Schichten des Parodontiums werden so durch Bakterien leicht angreifbar, z.B. die Wurzelhaut, das Gewebe der Zahnwurzel, der Zahnzement und der Alveolarknochen. Bei längerem Verlauf kommt es zu einem schrittweisen Abbau des Zahnhalteapparats mit Lockerung der betroffenen Zähen und schließlich zum Zahnausfall.

4 Risikofaktoren

Die Parodontitis-Gefahr wird durch folgende Faktoren erhöht:

5 Diagnostik

Parodontitis verursacht zu Beginn oft keine Beschwerden und wird daher vom Patienten nicht registriert. Allenfalls die erhöhte Blutungsneigung des Zahnfleisches und das langsame Zurückweichen der Gingiva im Bereich der Zahnhälse fällt auf. Im akuten Entzündungsstadium besteht oft auch ein ausgeprägter Mundgeruch.

Regelmäßige Zahnarztbesuche sind wichtig für die Früherkennung. Die systematische Erfassung der Erkrankung erfolgt mit Hilfe eines Parodontalstatus, der unter anderem die Taschentiefen sowie bei Sondierung auftretende Blutungen erfasst. Weitere Untersuchungsverfahren sind:

6 Therapie

Parodontitis kann vom Zahnarzt dadurch behandelt werden, dass entzündete Zahnfleischtaschen samt Zahnwurzel einer Kürettage unterzogen werden. Ultraschall- und Lasersysteme können zum Einsatz kommen, bei ausgedehnter Infektion wird eine chirurgische Entfernung des entzündeten Gewebes nötig. Begleitend können Antibiotika verabreicht werden.

Das weitere Fortschreiten kann in vielen Fällen durch gründliche Zahnhygiene und regelmäßige Mundspülungen mit desinfizierenden Substanzen aufgehalten werden.

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