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Osteoidosteom

1 Definition

Unter einem Osteoidosteom versteht man einen Tumor, der von den Osteoblasten ausgeht und einen Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern erreichen kann. Er tritt vor allem in der Kortikalis der langen Röhrenknochen auf, inbesondere in der Tibia und dem Femur.

2 Epidemiologie

Es handelt sich um eine häufige Erkrankung, wobei das Osteoidosteom etwa vier Prozent der Knochentumoren ausmacht. Frauen sind seltener betroffen als Männer. Die Erkrankung tritt vor allem zwischen dem 11. und dem 20. Lebensjahr auf.

3 Klinik

Die Erkrankung manifestiert sich durch Schmerzen, die vor allem nachts auftreten und z.B. durch ASS gebessert werden können.

4 Bildgebung

Im Röntgenbild imponiert das Osteoidosteom durch eine ovale Aufhellung. Zur Sicherung der Diagnose wird zusätzlich eine Computertomographie durchgeführt, in der sich insbesondere der Nidus gut darstellt. Beim Nidus handelt es sich um ein gut durchblutetes, osteoblastisches Areal, in dessen Umgebung der Knochen verdichtet ist. Eine Skelettszintigraphie zeigt eine fokale Anreicherung.

5 Therapie

Bei ausgeprägten Schmerzen wird der Nidus operativ entfernt, da dieser für die Schmerzen verantwortlich ist. Weiterhin sind eine Ablation durch toxische Substanzen sowie eine Radiofrequenztherapie möglich. Da die Kürettage häufig zu Rezidiven führt, wird sie nicht mehr durchgeführt.

6 Prognose

Eine Entartung tritt nicht auf; die Prognose ist gut.

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