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Karzinom

von altgriechisch: καρκίνος ("karkínos") - Krebs, -oma - "Wachstum"
Synonym: Carcinom
Englisch: carcinoma

1 Definition

Ein Karzinom ist eine maligne Neoplasie epithelialen Ursprungs. Karzinome machen circa 80% aller bösartigen Tumore aus.

2 Pathohistologie

2.1 Gewebeaspekt

Karzinome können bei genauerer Betrachtung der Morphologie des Tumorgewebes weiter unterteilt werden in

Plattenepithelkarzinome ähneln in ihrem Aussehen dem Plattenepithel, Adenokarzinome wachsen hingegen drüsenartig. Zwischen diesen beiden Morphologien gibt es Mischformen, die man als adenosquamöses Karzinom bezeichnet.

Daneben gibt es völlig ohne Differenzierungstendenz wachsende Karzinome, die als undifferenzierte Karzinome oder auch anaplastische Karzinome bezeichnet werden. Nach dem Verhältnis von Tumorzellen und Bindegewebe unterscheidet man bei undifferenzierten Karzinomen weiter in:

Epithelien können prinzipiell allen Keimblättern enstammen. Daher können Karzinome nicht alleine einem Keimblatt zugeordnet werden.

2.2 Zellaspekt

Neben der Anordnung der Zellen im Zellverbund kann auch die Tumorzellgröße zur Beschreibung eines Karzinoms herangezogen werden. Hier unterscheidet man:

3 Beispiele

siehe auch: Sarkom, Adenom, Fibrom, Teratom, Hamartom

4 Klinik

Das klinische Stadium eines Karzinoms beschreibt man mit Hilfe der TNM-Klassifikation. Sie erfasst die Tumorgröße sowie eventuell vorhandene Lymphknotenmetastasen oder Fernmetastasen.

5 Therapie

Zur Therapie kommen operative Entfernung, Strahlen- und Chemotherapie, in sehr frühen Stadien auch oberflächliche Abtragungen in Frage.

Fachgebiete: Onkologie

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