Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Hamartom

von altgriechisch: ἁμαρτάνειν ("amartanein") - fehlen
Englisch: hamartoma

1 Definition

Als Hamartome bezeichnet man tumorartige, gutartige Gewebeveränderungen, die durch fehlerhaft differenziertes bzw. versprengtes Keimgewebe entstehen.

2 Pathogenese

Die Pathogenese der Hamartome ist zur Zeit (2012) noch nicht vollständig geklärt.

3 Histologie

Innerhalb des normalen Organparenchyms findet man bei einem Hamartom Bereiche mit ungeordneten, jedoch differenzierten Zellen. Das bedeutet, dass die differenzierten Zellen nicht der üblichen Anordnung beziehungsweise Architektur des umgebenden Gewebes folgen. Das Wachstum des Hamartoms folgt dem umgebenden Gewebe, ein invasives oder verdrängendes Wachstum ist untypisch. Eine Entartung der Hamartome zum malignen Hamartoblastom ist nur selten zu beobachten.

4 Vorkommen

Hamartome können fast überall im Körper auftreten, am häufigsten findet man sie in der Leber, in der Lunge und in der Haut. Sie können anlagebedingt auch in seltenen Fällen multipel auftreten.

Das gehäufte Auftreten von Hamartomen bezeichnet man als eine Hamartose. Sie kommt beispielsweise im Rahmen des Cowden-Syndromes und Peutz-Jeghers-Syndromes vor.

5 Klinik

Hamartome sind in den meisten Fällen asymptomatisch und werden als Zufallsbefund entdeckt. Abhängig von ihrer Lokalisation können sie funktionelle oder ästhetische Probleme auslösen.


Siehe auch: Cronkite-Canada-Syndrom

Tags:

Fachgebiete: Allgemeinmedizin

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

31 Wertungen (3.74 ø)

130.110 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: