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Methylamphetamin

(Weitergeleitet von Methamphetamin)

Synonyme: N-Methylamphetamin, Metamfetamin, Chrystal, Meth, Yaba, Pervitin, (S)-2-Methylamino-1-phenylpropan, Desoxyephedrin, (S)-N-Methyl-1-phenyl-propan-2-amin

1 Definition

Methylamphetamin ist ein hochwirksames, teils synthetisch, teils halbsynthetisches Stimulans, welches sowohl in der Humanmedizin, als auch als Droge weite Verbreitung gefunden hat. Es entsteht auf der Basis von Amphetaminen. In der Medizin wird es heute in Deutschland nicht mehr verwendet.

2 Chemie

Die chemisch korrekte Bezeichnung lautet (S)-N-Methyl-1-phenyl-propan-2-amin. Die Summenformel ist wie folgt:

  • C10H15N

Bei Zimmertemperatur liegt Methylamphetamin in flüssigem Aggregatzustand vor. Seine Hydrochloridform findet sich in als Feststoff. Die Löslichkeit in Wasser ist sehr schlecht. Gut löslich ist die psychoaktive Substanz in Ethanol, Essigsäureethylester, Chloroform und Ethylether. Der Schmelzpunkt von Methylamphetamin-Hydrochlorid liegt bei ca. 170 – 177 °C.

3 Synthese

4 Wirkungsweise

Die Einnahme von Methylamphetamin führt zu einer vollständigen Hemmung von Durst, Hunger, Schmerzen und Müdigkeit. Der Konsument erlangt für einen bestimmten Zeitraum ein Gefühl von übernatürlicher Stärke und nicht zu trübendem Selbstbewusstsein. Er hat den Eindruck, dass die Geschwindigkeit, mit der das Leben vorbeizieht, um ein Vielfaches schneller ist. Das sexuelle Verlangen ist gesteigert.

Gravierende Persönlichkeitsveränderungen gehören ebenso zum Wirkungsspektrum, wie Paranoia, Schlafstörungen und starke Psychosen. Ebenso kommt es zu akustischen und optischen Halluzinationen. Diese übersteigen in ihrer Intensität die bei der Einnahme von sonstigen Amphetaminen auftretenden stark. Folge eines Rausches mit Methylamphetamin ist oft eine totale körperliche Erschöpfung, sowie starke Depressionen.

5 Weitere Nebenwirkungen

6 Abhängigkeit

Methylamphetamin besitzt ein extrem hohes Suchtpotenzial. Viele Konsumenten werden bereits bei einmaliger Applikation dauerhaft süchtig.

7 Pharmakokinetik

  • Methylamphetamin kann die Blut-Hirn-Schranke leicht durchdringen
  • Amphetamin – der Hauptmetabolit – wird durch die Niere ausgeschieden
  • die Wirkung hält etwa Stunden an

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