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Aripiprazol

Handelsnamen: Abilify® u.a.
Englisch: aripiprazole

1 Definition

Aripiprazol ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der atypischen Neuroleptika.

2 Chemie

Die chemische Bezeichnung (IUPAC-Name) für Aripiprazol ist 7-{4-[4-(2,3-Dichlorphenyl)piperazin-1-yl]-butoxy}-3,4-dihydro-1H-chinolin-2-on. Die Summenformel lautet C23H27Cl2N3O2.

3 Indikationen

4 Wirkmechanismus

Neuroleptika werden in der Schizophrenie-Therapie eingesetzt, da sie antipsychotisch und sedierend wirken. Sie lassen sich in Generationen aufteilen und können innerhalb dieser nochmal nach ihrer jeweiligen pharmakologischen Potenz gegliedert werden:

1. Generation:

2. Generation: atypische Neuroleptika (z.B. Olanzapin, Clozapin, Quetiapin, Risperidon)

Da Psychosen vor allem auf die Wirkung der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin zurück zu führen sind, müssen auch entsprechend deren Rezeptoren im ZNS gehemmt werden. Verschiedene Arzneistoffe binden somit kompetitiv D2- (Dopamin-) oder 5HT2- (Serotonin-) Rezeptoren und regulieren somit als Antagonisten den Einfluss der Neurotransmitter auf die Psyche.

Aripiprazol ist ein Partialagonist am D2- und 5HT1A-Rezeptor (Anxiolyse). Wenn die Aktivität des Neurotransmitters Dopamin sinkt, kann Aripiprazol als Agonist am Rezeptor fungieren. Wenn dessen Konzentration jedoch hoch ist, blockiert Aripiprazol den Rezeptor und hemmt dadurch die Wirkung von Dopamin. Auch am 5HT2A- (Serotonin-) Rezeptor wirkt es wie andere atypische Neuroleptika antagonistisch. Trotz der Dopamin-Inhibition erzeugt Aripiprazol nur in geringem Maße EPS. Dies ist womöglich darauf zurück zu führen, dass es eher die mesolimbischen D2-Rezeptoren inhibiert, als die striatalen, die für die Motorik zuständig sind. Da der Wirkstoff über das Cytochrom-System metabolisiert wird, darf Aripiprazol nicht zusammen mit Inhibitoren dieser Enzyme eingenommen werden.

5 Pharmakokinetik

Maximale Plasmaspiegel werden 3-5 Stunden nach der Einnahme erreicht. Die absolute orale Bioverfügbarkeit der Tablettenformulierung beträgt 87%. Die Eliminationshalbwertszeit liegt bei etwa 75 Stunden.[1]

6 Dosierung

Die empfohlene Anfangsdosis bei Erwachsenen mit Schizophrenie beträgt 10 oder 15 mg Aripiprazol einmal täglich, die Erhaltungsdosis 15 mg täglich.[1]

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

7 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

8 Kontraindikationen

9 Zulassung

Das Arzneimittel ist in der EU seit 2004 zugelassen.

10 Quellen

  1. 1,0 1,1 Fachinfo Aripiprazol abgerufen am 19.09.2018
Bew 2: Ruft laut ohne erkennbaren Grund, läßt sich durch Zuwendung und Angebote sehr gut lenken. Aripiprazol angesetzt; erste Zeit ruhiger werden der Bew. alles erst einmal ok. Weiterer Verlauf ; vermehrter Speichelfluss, Sitzunruhe, Abnahme des Appetits, Unruhe wird wieder mehr. Medikament wird erhöht . Bew. nur noch schläfrig Nahrung und Getränke Aufnahme kaum noch möglich. Bew. wirkt sediert. Med. wieder runter von 5ml auf 2ml.Auffällig; immer nach Gabe des Med. wirkt Bew unruhiger, eigene Aussage;" ich weiß nicht was mit mir ist" Alle Unruhezustände sind erhöht nach Gabe. Meiner Meinung nach hat Aripiprazol in der Dementen Betreuung nix zu suchen.
#2 am 11.09.2017 von Altenpflegerin Karina Rath (Altenpflegerin)
Wir setzen das Medikament, trotz Zweifel, zum zweiten Mal ein. Erste Bew. Öfter weinerlich aber meiner Meinung nach gut ablenkbar. Das Medikament sollte sie aus den Stimmungstief holen Nebenwirkung : Gangunsicherheit bis hin zum Sturz, Appetitlosigkeit, Sprachstörungen, bis hin zum Apoplex. Heute kann sie nicht mehr mobilisiert werden da ihr Kreislauf das nicht mehr mit macht.
#1 am 11.09.2017 von Altenpflegerin Karina Rath (Altenpflegerin)

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