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Hämodialyse

Synonyme: Blutwäsche, Blutreinigung

1 Definition

Unter Hämodialyse versteht man die Entfernung von Flüssigkeit und gelösten Molekülen aus dem extrakorporal zirkulierenden Blut über Filtersysteme, die eine semipermeable Membran enthalten. Die Hämodialyse ist ein so genanntes Nierenersatzverfahren.

2 Wirkprinzip

Das wichtigste Element der Hämodialyse ist der so genannte Dialysator. In ihm wird das Blut durch ein feines System aus Kunststoffkapillaren geleitet, die von einer Dialysierflüssigkeit umspült werden. Beim Transport durch die Kapillaren gibt das Blut entlang des Konzentrationsgradienten durch Poren in der Kapillarwand kleinmolekulare Bestandteile ab, die in die Spülflüssigkeit übertreten und damit aus dem Blut entfernt werden. Blutzellen und Plasmaproteine verbleiben hingegen im Blutplasma.

Um einen ausreichenden Blutfluss bei der Hämodialyse zu erreichen, wird beim Patienten ein so genannter Dialyseshunt angelegt.

Wenn bei chronisch erkrankten Patienten keine Möglichkeit zur täglichen Heimhämodialyse (HHD) besteht, können die Vorteile einer längeren und gleichmäßigeren Therapie z.B. durch Nachtdialyse in entsprechend ausgestatteten Zentren genutzt werden.

3 Indikationen

Sowohl akute als auch chronische Ursachen können eine Dialysebehandlung bzw. Hämofiltration erfordern.

3.1 Akute Indikationen

3.2 Chronische Ursachen

Fachgebiete: Nephrologie

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