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Plasmaprotein

Synonyme: Bluteiweiß, Plasmaeiweiß
Englisch: plasma protein, blood protein

1 Definition

Plasmaproteine sind im Blutplasma enthaltene Proteine. Im Blutplasma kommen ca. 100 verschiedene Proteine (und Glykoproteine) vor. Ihr Gewichtsanteil liegt bei 6-8 g/100 ml.

  • Hinweis: Der häufig als Synonym verwendete Begriff Serumprotein umfasst alle Plasmaproteine abzüglich des Fibrinogens.

2 Synthese

Die Synthese der Plasmaproteine erfolgt - mit Ausnahme der Immunglobuline - in der Leber. Letztere werden in den lymphatischen Organen durch Zellen des Immunsystems produziert.

Die Biosynthese von Glykoproteinen erfolgt nach der Translation durch die sogenannte posttranslationale Modifikation. Dabei werden Glycosylreste, die an Nucleosiddiphosphat gebunden sind (sog. aktivierte Form) mittels Glycosyltransferasen an Proteine geknüpft.

3 Einteilung

Durch die Serumelektrophorese lassen sich die Plasmaproteine in Banden auftrennen. Dabei lassen sich im Groben fünf Fraktionen unterscheiden. Folgend sind die 5 Fraktionen und für jede Fraktion einige Beispielsubstanzen genannt:

4 Zusammensetzung

Plasmaprotein Referenzbereich [g/dl] Anteil [%]
Serumalbumine 3,5 - 5,0 55
Globuline 2,0 - 2,5 38
Fibrinogen 0,2 - 0,45 7
Andere (Regulatorische Proteine, Hormone) < 1

5 Physiologie

Plasmaproteine erfüllen im Blut viele wichtige Aufgaben, u.a.:

6 Labor

Zu den Plasmaproteinen gehören zudem auch die Komponenten des Komplementsystems und die Gerinnungsfaktoren.

Ein Laborparameter, mit dem die Plasma- bzw. Serumproteine als Gruppe erfasst werden, ist das Gesamteiweiß. Unterschieden werden die Bluteiweiße in der klinischen Medizin mit Hilfe der Serumelektrophorese.

6.1 Referenzwerte

Die Referenzwerte für Gesamteiweiß bzw. Gesamtprotein sind abhängig vom Lebensalter:

Alter Referenzbereich [g/dl]
< 1 Monat 4,1 - 6,3
1 bis 6 Monate 4,4 - 6,7
6 Monate bis 12 Monate 5,5 - 7,9
1 bis 18 Jahre 5,7 - 8,0
Erwachsene 6,6 - 8,3

Ausschlaggebend ist der vom jeweiligen Labor angegebene Referenzwert.

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