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Glykoprotein

Synonym: Glycoprotein

1 Definition

Unter Glykoproteinen versteht man Proteine, die zusätzlich meist verzweigte Heteroglykanreste enthalten. Sie setzen sich häufig aus den Monosacchariden Glukose, Mannose, Fructose sowie acetylierten Aminozuckern zusammen.

2 Hintergrund

Glykoproteine sind außerordentlich häufig. Praktisch alle extrazellulären löslichen Proteine und Enzyme weisen Zuckerreste auf. Die Verknüpfung der Zucker und des Proteins erfolgt über glykosidische Bindungen an den Aminosäuren Serin (o-glykosidisch) oder Asparagin (n-glykosidisch).

Glykoproteinhormone haben pleiotrope Wirkungen auf eine Vielzahl an Organsystemen. Beispiele sind Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH), Follikelstimulierendes Hormon (FSH), Luteinisierendes Hormon (LH) und Humanes Choriongonadotropin (HCG).

Einige Blutgruppensysteme basieren auf Polymorphismen von Glykoproteinen auf der Zellmembran. Die Thrombozytenglykoproteine - wie zum Beispiel Glykoprotein IIb/IIIa - sind Rezeptoren, die die Funktion der Thrombozyten steuern. Der Begriff Glykoprotein ist hier auch Bestandteil der Nomenklatur.

3 Funktion

Glykoproteine können zahlreiche Funktionen im Organismus übernehmen. Als Bestandteile der Zellmembran haben Glykoproteine vor allem Rezeptor-, Transport- oder stabilisierende Funktionen. Außerdem bilden sie zusammen mit Glykolipiden die Glykokalyx, die bei Zellen ohne Zellwand zusammen mit dem Zytoskelett für Stabilität sorgt.

Fachgebiete: Biochemie

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