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Sedierung

von lateinisch: sedare - besänftigen, sinken lassen, beruhigen
Englisch: sedation

1 Definition

Eine Sedierung ist die Behandlung eines Patienten mit einem Sedativum, also einem Wirkstoff, der beruhigend wirkt. Das zugehörige Verb heißt sedieren.

2 Indikationen

Das Ziel der Sedierung kann die Beruhigung einer psychischem Störung oder die Narkotisierung aufgrund starker Schmerzen sein. In der Regel muss vor der Gabe der beruhigenden Arznei eine Einwilligung des Patienten vorliegen, was in Ausnahmefällen entfallen kann (etwa bei einer schweren Psychose, Unzurechnungsfähigkeit oder einem Suizidversuch).

In vielen Krankenhäusern ist die Gabe prophylaktischer Beruhigungsmittel vor einigen Untersuchungen oder therapeutischen Eingriffen ein Standardprozedere um die Stressbelastung des Patienten gering zu halten. Ein gängiges Beispiel ist die leichte Sedierung der Patienten im Rahmen der anästhesiologischen Prämedikation.

3 Probleme

Bei den meisten Sedativa kommt es bei langfristiger Anwendung zur Gewöhnung, so dass für die erwünschte Wirkung eine höhere Dosis benötigt wird. Außerdem kann es zu einer Abhängigkeit kommen. Desweiteren haben einige Beruhigungsmittel eine trübende Nebenwirkung auf das Bewusstsein, so dass es zu einer Fahruntüchtigkeit nach Einnahme kommt.

Einige Sedativa, wie beispielsweise Opiate (Morphin) und Benzodiazepine, haben eine euphorisierende, angstlösende und stimmungsaufhellende Wirkung und werden daher oft als Droge missbraucht. Die Einnahme der entsprechenden Medikamente in dieser Absicht wird jedoch nicht als Sedierung bezeichnet.

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