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Parenteral

von griechisch: para - neben, enteron - Darm
Wörtlich: "am Darm vorbei"

1 Definition

Der Begriff parenteral bezeichnet im klinischen Sprachgebrauch die Gabe von Arzneistoffen oder Nährstoffen durch direkte Injektion oder Infusion in den Blutkreislauf unter Umgehung der enteralen Resorption. Arzneistoffe für die parenterale Gabe werden Parenteralia genannt.

Im weiteren Sinn kann der Begriff parenteral für alle Prozesse verwendet werden, die "am Darm vorbei" laufen. Eine parenterale Infektion ist beispielsweise eine Infektion, bei welcher der Erreger den Darm nicht als Eintrittspforte nutzt.

2 Hintergrund

Die direkte Nährstoffzufuhr ist die Grundlage der parenteralen Ernährung. In der Regel erfolgt die parenterale Zufuhr von Nährstoffen über einen zentralvenösen Zugang. Für die parenterale Ernährungstherapie gibt es eine Vielzahl von verschieden zusammengesetzten Infusionslösungen. Sie lassen sich einzeln, kombiniert oder gemischt verabreichen. Bei der Auswahl spielen unter anderem der Gesundheitszustand des Patienten sowie das Alter und Gewicht eine wichtige Rolle.

Fachgebiete: Terminologie

Diese Seite wurde zuletzt am 3. Februar 2022 um 09:12 Uhr bearbeitet.

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