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Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Bakterium

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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von griechisch: βακτήριον ("baktērion"), lateinisch: bacterium - Stöckchen, Stäbchen
Englisch: bacteria

1. Definition [bearbeiten]

Bakterien sind die kleinsten, einzelligen Mikroorganismen (Prokaryonten). Sie teilen sich durch Spaltung. Bakterien weisen zwar ein kernäquivalentes Genom (Nukleoid) und eine eigenständige Proteinbiosynthese-Maschinerie (Ribosomen) auf, sie enthalten jedoch keinen Zellkern und weisen in aller Regel keine Organellen auf.

2. Einteilung [bearbeiten]

2.1. ...nach Form [bearbeiten]

  • Stäbchenförmige Bakterien
  • Kugelförmige Bakterien (Kokken)
  • Fadenförmige Bakterien
  • Spirillenförmige Bakterien

2.2. ...nach Färbeverhalten [bearbeiten]

Bakterien können aufgrund ihrer komplexen Zellwände nach ihrem Verhalten in der Gram-Färbung unterteilt werden in:

2.3. ...nach Sauerstoffverbrauch bzw. -toleranz [bearbeiten]

  • aerob: sauerstoffverbrauchende Bakterien (Aerobier)
  • anaerob: Bakterien, die in sauerstofffreiem Milieu leben können (Anaerobier)
  • mikroaerophil: Bakterien, die geringe Sauerstoffkonzentrationen bevorzugen
  • aerotolerant: Bakterien, die Sauerstoff zwar nicht für ihren Stoffwechsel nutzen, ihn aber tolerieren
  • mikroaerotolerant: Bakterien, die Sauerstoff zwar nicht für ihren Stoffwechsel nutzen, ihn aber in geringen Konzentrationen tolerieren

2.4. ...nach Begeißelung [bearbeiten]

3. Aufbau [bearbeiten]

Bakterien gehören zu den so genannten Prokaryoten. Ihre DNA liegt nicht in einem distinkten, durch eine Doppelmembran abgegrenzten Zellkern vor wie bei den Eukaryoten. Statt dessen flottiert sie in Form eines Kernäquivalents (Nukleoid) in komprimierter Form im Zytoplasma. Dieses strangförmige, in sich geschlossene Molekül wird auch als Bakterienchromosom bezeichnet. Häufig findet man im Zytoplasma weitere DNA-Fragmente in Form von kleineren, ebenfalls in sich geschlossenen Molekülen. Diese Plasmide werden unabhängig vom Bakterienchromosom vervielfältigt und bei der Fortpflanzung weitergegeben. Sie können auch von einem Individuum auf eine anderes übertragen werden, was bei der Resistenzentwicklung von Bakterien eine große Rolle spielt.

Außen sind die Bakterien wie Körperzellen von einer Zytoplasmamembran umgeben, wobei die meisten Bakterien eine zusätzliche Zellwand besitzen. Die Proteinsynthese erfolgt in den bakteriellen Ribosomen.

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