Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Clostridien

von griechisch: closter - Spindel
Synonym: Clostridium
Englisch: Clostridium

1 Definition

Clostridien sind eine Gruppe grampositiver sporenbildender Bakterien, die einen stäbchenförmigen Aufbau besitzen.

2 Merkmale

Clostridien sind Toxinbildner. So führt das Tetanospasmin als Toxin des Clostridium tetani zum klinischen Bild des Tetanus, das Toxin von C. perfringens zum klinischen Bild des Gasbrandes, sowie das Toxin von C. botulinum zum Bild des Botulismus.

3 Arten

4 Klinik

Clostridien können eine Vielzahl von Erkrankungen hervorrufen. Einige Krankheitsbilder sind dabei spezifisch für eine Spezies der Clostridien, andere Krankheitsbilder können von verschiedenen Clostridienarten hervorgerufen werden. Zu den clostridienbedingten Erkrankungen zählen:

5 Nachweis

Da Sauerstoff für Clostridien toxisch ist, müssen mikrobiologische Proben sofort in das Labor gebracht und dort bearbeitet werden. Gewebeproben sind besser geeignet als Abstriche.

Zur Anzucht von Clostridien sind bluthaltige Nährmedien erforderlich, die unter anaeroben Bedingungen bebrütet werden müssen. Die Clostridien zeigen insgesamt eine lange Generationszeit. Dennoch ist zum Beispiel Clostridium perfringens innerhalb von 8-10 Stunden anzüchtbar.

Mikroskopisch erscheinen Clostridien als plumpe gram-positive Stäbchen (z.B. im Wundabstrich).

Zum Toxinnachweis können biochemische Verfahren und/oder Gaschromatographie herangezogen werden:

  • Das Toxin von Clostridum difficile kann mittels ELISA im Stuhl nachgewiesen werden.
  • Tetanustoxin aus Patientenserum wird mittels Tierversuch nachgewiesen. Ebenso Botulinustoxin, das aus Patientenserum und dem verdächtigten Lebensmittel gewonnen wird.

6 Therapie

Bei Wundinfektionen erfolgt die Behandlung durch chirurgische Wundreinigung (chirurgisches Debridement). Desweiteren kommen Antibiotika zum Einsatz, in erster Linie Penicillin G, sowie spezifische Antibiotika nach Antibiogramm und Resistogramm.

Bei Gasbrand kann als weitere Maßnahme eine hyperbare Sauerstofftherapie erfolgen.

Liegt eine pseudomembranöse Colitis vor, so ist Metronidazol die Therapie der Wahl. Bei Therapieversagen kommt Vancomycin (oral) zum Einsatz.

Bei Tetanus und Botulismus werden die jeweiligen Antitoxine verabreicht. Präventiv ist eine Impfung gegen Tetanus möglich.

Bei allen Erkrankungen kommt noch die Therapie der Begleiterscheinungen hinzu.

7 Prognose

Gasbrand weist eine sehr hohe Letalität auf.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

9 Wertungen (3.33 ø)

151.210 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: