Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Endospore

Englisch: endospore

1 Definition

Als Endospore wird eine Überdauerungsform bei Bakterien bezeichnet, die sich, im Gegensatz zu Exosporen, innerhalb des Bakteriums bildet.

2 Funktion

Es wird i.d.R. nur eine Endospore gebildet. Bei der Endosporenbildung handelt es sich nicht um einen Vermehrungsmechanismus, sondern um die Einleitung eines Ruhestadium. Endosporenbildung tritt bei Bakterien oftmals bei ungünstigen Lebensbedingungen auf.

3 Bildung

Zunächst wird eine inäquale Teilung des Protoplasmas innerhalb der Zellwand eingeleitet. Die Endospore ist klein, enthält nur wenig Wasser und bildet eine mehrschichtige Hülle aus. Endosporen befinden sich in einem Ruhestadium, eine Stoffwechselaktivität ist nicht nachweisbar (Kryptobiose).

4 Aufbau

Die Endospore besteht aus einem Core, der von mehreren Schichten umhüllt ist und der die bakterielle DNA, RNA, Ribosomen und eine kleine Menge Zytoplasma enthält. Darüber liegt eine Sporenwand und die Rinde (Cortex). Ein Sporenmantel umhüllt das Ganze. Aufgelagert ist das Exosporium, eine Lipoproteinschicht. Endosporen weisen also einen deutlich komplexeren Aufbau auf als vegetative Zellen.

Endosporen können zentral, d.h. in der Zellmitte, oder terminal, d.h. an einem Zellpol, lokalisiert sein. Form und Lage der Endosporen lassen morphologische Rückschlüsse auf die Art des vorliegenden Bakteriums zu.

5 Keimung

Endosporen sind sehr robust und können über sehr lange Zeit im Ruhestadium verbleiben. Bei Verbesserung der Milieubedingungen treten die Endosporen wieder in die vegetative Phase ein. Dieser Prozess wird in drei Phasen unterteilt.

  1. Aktivierung: durch Induktoren aus dem Außenmileu
  2. Keimung: Aufnahme von Nährstoffen durch Abbau der Sporenhülle
  3. Auswachsen: Wasseraufnahme und Bildung neuer Zellbestandteile

6 Medizinische Bedeutung

Endosporenbildende Krankheitserreger sind z.B.:

Fachgebiete: Mikrobiologie

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