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Pseudomonas

Englisch: pseudomonas

1 Definition

Pseudomonaden sind eine Gattung aerober, stäbchenförmiger, gramnegativer Bakterien. Sie gehören zur Gruppe der Nonfermenter. Durch polare Geißeln sind sie in der Lage, sich aktiv fortzubewegen.

2 Vorkommen

Pseudomonaden kommen ubiquitär in der Umwelt vor, vor allem an Pflanzen und in Gewässern. Als Teil der menschlichen Normalflora werden sie selten nachgewiesen. Sie gelten als typische "Opportunisten". Ihr Vorkommen in Wasserinstallationen ist ein Indikator für Hygieneprobleme.

3 Systematik


4 Medizinische Bedeutung

Für die Medizin sind Pseudomonaden von großer Bedeutung, da sie oft eine Resistenz gegen Antibiotika aufweisen. Außerdem sind sie bei hoher Zelldichte in der Lage einen Schleimfilm auszubilden, der sie vor Antibiotika und Fresszellen schützt. Bei Patienten mit intaktem Immunsystem lösen sie sehr selten Krankheiten aus. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, so ist die Gefahr einer Erkrankung recht hoch. Daher gehören die Pseudomonaden zu den gefährlichsten Keimen im Krankenhaus, wo sie häufig für Infektionen der Wunden, der Atem- oder Harnwege, Lungenentzündungen oder Herzerkrankungen verantwortlich sind. Bei Patienten, die an Cystischer Fibrose leiden, sind Pseudomonaden der Hauptauslöser für eine Lungenentzündung.

Die medizinisch wichtigste Spezies ist Pseudomonas aeruginosa.

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