Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 16. bis 23. Juli 2018 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 24. Juli könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Proteobacteria

1 Definition

Das Phylum Proteobacteria bezeichnet die größte und sehr diverse Gruppe von Bakterien, die zu den Prokaryoten gehören. Sie beinhaltet eine Vielzahl von Krankheitserregern, aber auch zahlreiche Stickstofffixierer.

2 Etymologie

Der Begriff Proteobacteria stammt von dem griechischen Gott Proteus, der laut Mythologie in der Lage war, seine äußere Form nach Belieben zu verändern. Damit spielt der Name auf die sehr große Vielfalt der Phänotypen im Bereich der Proteobacteria an. Es existiert keine morphologische Einheitlichkeit der Proteobacteria.

3 Morphologie

Die Zellwände der Proteobacteria bestehen vor allem aus ein- bis wenigschichtigem Murein und Lipopolysacchariden. Das erklärt ihre stets gramnegative Eigenschaft. Einige Bakterienarten besitzen Geißeln zur Fortbewegung, andere wiederum bewegen sich in gleitenden Bewegungen fort.

4 Taxonomie

Aufgrund ihrer diversen Morphologie werden Mitglieder des Phylums heute vorrangig über Sequenzhomologien in ihrer DNA (v.a. des 16S rRNA-Gens) klassifiziert. Das Phylum der Proteobacteria hat derzeit (2018) sechs Klassen:

  • Alphaproteobacteria
  • Betaproteobacteria
  • Gammaproteobacteria
  • Deltaproteobacteria
  • Epsilonproteobacteria
  • Zetaproteobacteria

5 Pathogene

Proteobacteria sind eine der häufigsten Phyla im und auf dem menschlichen Körper. Eine Vielzahl der Proteobakterien sind auch Pathogene, z.B::

6 Besonderheiten

  • einige bestimmte Untergruppen der Proteobacteria (z.B. die Rhodospirillaceae, auch Purpurbakterien genannt) haben die besondere Eigenschaft, unter anoxischen Bedingungen anoxygene Photosynthese zu betreiben. Dabei verwenden die Bakterien Schwefel, Schwefelwasserstoff, Wasserstoff oder bestimmte organische Moleküle als Elektronendonatoren. Elementarer Sauerstoff wird bei dieser Reaktion nicht gebildet.
  • eine weiter Untergruppe der Proteobacteria – die Myxobacteria – befinden sich biologisch betrachtet am direkten Übergangspunkt von einzelligen zu mehr- bzw. vielzelligen Lebewesen. Sie sind die bisher einzigen bekannten Vertreter aus dem Phylum Proteobacteria mit dieser Position. Myxobakterien sind in der Lage, mithilfe von Sporen vielzellige Fruchtkörper zu bilden, die in Konvergenz zu den Schleimpilzen stehen.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (5 ø)

2.663 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: