Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Streptococcus pyogenes

Synonym: S. pyogenes
von griechisch πύον ("pyos") - Eiter

1 Definition

Streptococcus pyogenes ist ein zur Gruppe der A-Streptokokken gehörendes, grampositives, Bakterium, das beim Menschen Infektionskrankheiten wie Scharlach, Tonsillitis oder Erysipel auslösen kann.

2 Eigenschaften

Streptococcus pyogenes ist grampositiv, fakultativ anaerob und beta-hämolysierend. Die Bakterienzellen sind rundlich und haben eine Größe von etwa 0,6 bis 1 µm. Streptococcus pyogenes ist unbeweglich und bildet keine Endosporen. Auf Blutagar entstehen grauweißlich-schleimige Kolonien.

Eine zur Identifzierung beitragende Eigenschaft ist die Empfindlichkeit von β-hämolysierenden A-Streptokokken gegenüber Bacitracin. Da Streptococcus pyogenes durch Bacitracin gehemmt wird, ist der Bacitracin-Test eine günstige Alternative zur Serotypisierung (Lancefield-Klassifikation).

3 Pathogenitätsfaktoren

Einige Stämme von Streptococcus pyogenes besitzen eine Polysaccharidkapsel aus Hyaluronsäure, die eine Phagozytierung durch Immunzellen erschwert.

Zellwandständige Virulenzfaktoren sind:

Virulenzfaktoren, die vom Bakterium in den Extrazellulärraum sezerniert werden, sind:

4 Klinik

Streptococcus pyogenes löst Infektionen der oberen Atemwege, der Haut und der Weichteile aus. Eine Manifestation der Toxinwirkung ist der Scharlach. Nicht-eitrige Folgeerkrankungen, wie postinfektiöse Glomerulonephritis und rheumatisches Fieber, sind ernste Komplikationen bei Haut- und Racheninfektionen.

5 Therapie

Streptokokken reagieren empfindlich auf Penicilline. Bei Penicillinunverträglichkeit können Makrolidantibiotika eingesetzt werden. Impfstoffe sind nicht bekannt. Die Resistenz gegen Erythromycine nimmt zu.

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