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Ganciclovir

Handelsnamen: Virgan®, Cymeven® u.a.

1 Definition

Ganciclovir ist ein Virostatikum, das zur Behandlung von Herpesviren verabreicht wird.

2 Indikationen

Das Humane Herpesvirus 5, auch Cytomegalievirus genannt, stellt die Hauptindikation für die Einnahme von Ganciclovir dar. Vor allem augenlichtgefährdende oder lebensbedrohliche Infektionen mit dem Virus im Zustand der Immunsuppression zum Beispiel im Rahmen einer Transplantationstherapie spielen hier eine wichtige Rolle. Aber auch beim sogenannten Augenherpes kann Ganciclovir in Form eines Gels aufgetragen werden.

3 Allgemeines

Der Wirkstoff weist eine sehr geringe orale Bioverfügbarkeit von nur 5 % auf, weswegen es vor allem intravenös verabreicht werden sollte. Anschließend wird Ganciclovir in der Regel unverändert renal eliminiert.

4 Wirkmechanismus

Ganciclovir wird, nachdem es von infizierten Zellen aufgenommen wurde, durch verschiedene Kinasen phosphoryliert. Dies dient dem späteren Einbau in die virale DNS, da Ganciclovir dem DNS-Baustein Guanin, eine Nucleinbase, stark ähnelt. Dieser Fehleinbau resultiert jedoch in einem Kettenabbruch, da die virale Polymerase Ganciclovir als Baustein nicht erkennt, wodurch eine weitere Replikation der Viren-DNS und eine damit zusammenhängende Vermehrung des Virus ausbleibt.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

Ganciclovir ist aufgrund seiner Teratogenität in Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Fachgebiete: Arzneimittel

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