Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Appetit

Lateinisch: appetitus cibi: Verlangen nach Speise
Englisch: appetite

1 Definition

Als Appetit wird das lustvolle Verlangen nach Nahrungsaufnahme bezeichnet. Er unterscheidet sich als psychologisches Phänomen maßgeblich vom physiologischem Hunger.

2 Physiologie

Der Appetit unterliegt komplexen, zentralnervösen Steuerungsmechanismen.
Die ventromedialen Teile des Hypothalamus reagieren auf Sättigungshormone wie Cholezystokinin und agieren deshalb als Sättigungszentrum, während die lateralen Kerngebiete (mit Serotonin als wesentlichen Transmitterstoff) als Hungerzentrum wirken. Die Funktion dieser beiden Zentren wird sowohl durch das limbische System (dem Sitz des Appetits) und der Hirnrinde (als Reaktion auf Glucose, freie Fettsäuren etc.) beeinflusst, als auch duch optische, olfaktorische oder gustatorische Reize. Dieses System ist ebenfalls nah mit dem Motivations- und Triebsystem des Organismus verknüpft. Dadurch können verschiedene Medikamente den Appetit und somit das Körpergewicht beeinflussen. Störungen des Appetits kommen bei vielen psychischen Erkrankungen (z.B. Depression, Manie, Schizophrenie, Pica-Syndrom) als auch bei körperlichen Erkrankungen (z.B. Krebserkrankungen, Insult, Hypo- oder Hyperthyreose) vor.

3 Appetitanreger

Als Appetitanreger gelten vor allem aromatische und bittere Pflanzenauszüge (z.B. Chinarinde, Wermut, Enzian), Fleischbrühe oder Würzsuppen. Diese sollen den Appetit durch eine Anregung der Magensaftsekretion beeinflussen.

4 Pharmakologische Beeinflussung

Medikamente, wie z.B. Glukokortikoide, Neuroleptika, einige Antidepressiva, etc. führen zu einer Appetitsteigerung. Weiters kann der Appetit durch Appetitzügler (Anorektikum) gedämpft werden.

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