Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Parästhesie

von griechisch: par- neben, daran vorbei; aisthesis - Wahrnehmung
Englisch: paresthesia (US), paraesthesia (UK)

1 Definition

Die Parästhesie bezeichnet eine unangenehme, aber primär nicht schmerzhafte Körperempfindung, die nicht durch adäquate Reize ausgelöst wird. Sie ist eine Form der Sensibilitätsstörung.

2 Pathophysiologie

Parästhesien können durch verschiedene Mechanismen entstehen, z.B. durch

3 Einteilung

3.1 Transiente Parästhesien

Vorübergehende (transiente) Parästhesien, z.B. das "eingeschlafene Bein", sind ein relativ häufiges Ereignis. Diese Parästhesien werden durch eine temporäre Unterbrechung des Blutflusses in der betroffenen Extremität hervorgerufen, die zu einer Minderversorgung der Nervenzellen mit Sauerstoff und Glucose und damit zu einer Fehlfunktion der Erregungsleitung führen.

Weitere Ursachen von transienten Parästhesien:

3.2 Chronische Parästhesien

Chronische Parästhesien werden durch eine dauerhafte Fehlfunktion der Nervenzellen ausgelöst, wie sie z.B. bei Neuropathien auftritt. Als Ursachen kommen unter anderem in Frage:

4 Symptome

Parästhesien können verschiedene Formen annehmen und werden vom Patienten meist als Kribbeln, "Ameisenlaufen", Prickeln oder Jucken beschrieben. Sie können sich aber auch als taubes bzw. "pelziges" Gefühl, Schwellungsgefühl sowie als Kälte- oder Wärmeempfindung bemerkbar machen. Gehen sie in Schmerzen über, spricht man von einer Kausalgie.

Die Sensibilität der Haut kann dabei im betroffenen Bereich im Sinne einer Hypästhesie herabgesetzt oder normal sein.

siehe auch: Akroparästhesie, Dysästhesie, Hyperästhesie, Hyperalgesie, Analgesie, Obdormition

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Mai 2021 um 00:10 Uhr bearbeitet.

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