Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Topiramat

Handelsname: Topamax®

1 Definition

Topiramat ist ein verschreibungspflichtiger Arzneistoff, der zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt wird. Er gehört zur Klasse der Antiepileptika.

2 Pharmakologie

Topiramat ist ein Sulfamat-substituiertes Derivat des Monosaccharids D-Fructose. Es unterscheidet sich strukturell von anderen Antiepileptika.

2.1 Wirkmechanismus

Der Wirkmechanimus von Topiramat ist nicht vollständig geklärt. Es werden verschiedene Mechanismen angenommen, denen gemeinsam ist, dass sie eine übermäßige Erregung der Nervenzellen im ZNS verhindern, u.a.:

Aktionspotentiale, die durch anhaltende Depolarisation der Neuronen ausgelöst wurden, werden durch Topiramat in einer zeitabhängigen Art geblockt, was auf eine zustandsabhängige Blockade des Natriumkanals hinweist.

Topiramat erhöhte die Häufigkeit, mit der Gamma-Aminobutyrat GABA-Rezeptoren aktivierte, und erhöhte die Fähigkeit von GABA, den Fluss von Chloridionen in die Neuronen zu induzieren, was darauf hinweist, dass Topiramat die Aktivität dieses inhibitorischen Neurotransmitters erhöht.

3 Indikationen

Topiramat zeigt eine antiaddiktive Wirkung in der Behandlung der Kokainabhängigkeit.

4 Nebenwirkungen

4.1 Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)

4.2 Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)

Weitere Nebenwirkungen siehe Fachinformation Topiramat

4.3 Hinweis zur Nephrolithiasis-Gefahr

Eine adäquate Flüssigkeitszufuhr während der Anwendung von Topiramat ist sehr wichtig. Die Flüssigkeitszufuhr kann das Risiko einer Nephrolithiasis reduzieren. Eine angemessene Flüssigkeitszufuhr vor und während Aktivitäten wie z.B. körperlichen Aktivitäten oder Wärmeexposition kann das Risiko von hitzebezogenen Nebenwirkungen reduzieren.

4.4 Hinweis zur Schwangerschaft

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte wird, ab dem 21.05.2013, die Zulassungen der Topiramat-haltigen Arzneimittel wie folgt, ändern[1]

Abschnitt 4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit wird in die Fachinformation eingefügt:

Zitat: "Daten aus dem UK-Schwangerschaftsregister und dem Nordamerikanischen (North American Antiepileptic Drug [NAAED]) Schwangerschaftsregister weisen darauf hin, dass für Säuglinge, die im ersten Trimester einer Monotherapie mit Topiramat ausgesetzt waren, ein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen (z.B. kraniofaziale Defekte, wie z.B. Lippenspalte, Gaumenspalte, Hypospadien und Anomalien, die verschiedene Körpersysteme einschließen) besteht. Das NAAED-Schwangerschaftsregister zeigte für die Monotherapie mit Topiramat eine ungefähr 3fach höhere Inzidenz für schwerwiegende kongenitale Fehlbildungen im Vergleich zu einer Referenzgruppe, die keine Antiepileptika eingenommen hat. Darüber hinaus gab es eine höhere Prävalenz für ein geringes Geburtsgewicht (< 2500 Gramm) im Anschluss an eine Behandlung mit Topiramat als in der Referenzgruppe."

5 Quellen

  1. Bekanntmachung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 21.1.2013, http://www.bfarm.de

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