Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Erregungsleitung

Synonyme: Erregungsausbreitung, Reizleitung, Reizfortleitung

1 Definition

Die Erregungsleitung beschreibt die Weiterleitung einer elektrischen Erregung in Neuronen oder Muskelzellen. Innerhalb des Neurons ist die Erregungsleitung ein bioelektrischer Prozess, der die Grundlage für die Funktion der Nervenzellen und damit des Nervensystems darstellt.

Wird die Erregung auf eine andere Zelle übertragen, spricht man von Erregungsübertragung. An den meisten Synapsen wird das Signal in chemischer Form weitergeleitet. Der Begriff Erregungsleitung wird aber häufig auch anstelle des Terminus Erregungsübertragung genutzt.

2 Hintergrund

Als Synonym für Erregungsleitung wir häufig auch der Begriff Reizleitung verwendet. Das ist jedoch streng genommen unrichtig, da ein Reiz nur spezifische Rezeptoren erregt und als solcher nicht fortgeleitet wird.

Der Begriff Erregungskette beschreibt anschaulich die Weiterleitung einer Erregung zwischen den Neuronen. Die Erregung springt über die Synapsen von Neuron zu Neuron.

3 Hintergrund

An der Membran lebender Zellen ist ein sogenanntes Ruhepotential messbar. Es kommt durch ungleiche intra- und extrazelluläre Ionenverteilung zustande und beträgt etwa 60-100 mV. Die Innenseite der Zellmembran ist dabei negativ, die Außenseite positiv geladen. Ist der Reiz für eine Nervenfaser stark genug, kommt es zum Aktionspotential, der elektrischen Fortleitung des Signals.

Ablauf:

  • Das Ruhepotential wird in Richtung "Null" hin verschoben.
  • Nach Erreichen einer kritischen Reizschwelle (Schwellenpotential) kommt es zum schnellen Anstieg der Natrium-Leitfähigkeit, der Depolarisation.
  • Anschließende Repolarisation mit Ausbildung der vorherigen Ladungsverhältnisse.

Kurz nach der Depolarisation folgt die Refraktärzeit, in welcher Nerven und Muskeln auch durch starke Reize nicht erregbar sind. Die Depolarisation ist als "Alles oder Nichts"-Antwort zu verstehen, zu der es erst beim Erreichen des Schwellenpotentials kommt. Das entstandene Aktionspotential wird im Axon der Nervenfaser bis zu der Synapse wie in einem Kabel fortgeleitet.

4 Formen

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen der Erregungsleitung:

Fachgebiete: Physiologie

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