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Refraktärzeit

von lateinisch: refrangere - abbrechen, aufhören
Synonym: Refraktärphase
Englisch: refractory period

1 Definition

Die Refraktärzeit ist die Zeitspanne, in der man bei einem Nerv bzw. Neuron nach der Depolarisation kein neues Aktionspotential auslösen kann.

2 Absolute Refraktärzeit

In der absoluten Refraktärzeit kann auch bei sehr starker Reizung kein Aktionspotential ausgelöst werden. Sie dauert nach dem Beginn eines Aktionspotentials etwa 2 ms. Ein Neuron kann demnach rechnerisch nicht mehr als 500 Aktionspotentiale in einer Sekunde erzeugen.

3 Relative Refraktärzeit

Das Kennzeichen der relativen Refraktärzeit ist die Erhöhung der Reizschwelle für die Auslösung neuer Aktionspotentiale. Sie beginnt nach der absoluten Refraktärzeit und dauert ca. 3 ms an. In dieser Zeit gesetzte Reize müssen stärker sein als bei einem Neuron ausserhalb der Refraktärzeit. Die bei starker Reizung entstehenden Aktionspotentiale haben eine kleinere Amplitude als bei vorher unerregtem Neuron. Die relative Refraktärzeit wird z.B. durch Amiodaron verlängert.

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Fachgebiete: Physiologie

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