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Gangbild

1 Definition

Das Gangbild ist der visuelle Eindruck, den die Haltung und Bewegung der Extremitäten und des Rumpfes während des Gehens bei einem Beobachter hinterlässt.

2 Hintergrund

Ein normales Gangbild ist durch eine harmonische und koordinierte Bewegung der Extremitäten bei balancierter Haltung des Rumpfes gekennzeichnet. Es basiert auf der weitgehend uneingeschränkten Funktionsfähigkeit der Gelenke und der Muskulatur sowie auf der regulären Bewegungsauslösung und -koordination durch das Gehirn.

3 Physiologie

Beim Gehen verlagert sich der Körperschwerpunkt, der in Höhe des 2. Sakralwirbels liegt, im Rahmen der rhythmischen Bewegung nach vorne. Die Füße werden periodisch wechselnd auf den Boden aufgesetzt. Phasen, in denen nur ein Fuß den Boden berührt, nennt man "monopedal". Demgegenüber heißen Phasen, in denen beide Füße den Boden berühren, "bipedal". Beim normalen Gehen überwiegen die bipedalen Phasen, beim Laufen monopedale Phasen.

4 Klinik

Abweichungen vom normalen Gangbild geben wichtige Hinweise auf neurologische Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparats. Die klinische Betrachtung und Beurteilung des Gangbildes nennt man Ganganalyse. Pathologische Abweichungen werden als Gangstörungen bzw. Ganganomalien bezeichnet. Man unterscheidet

  • neurologische Gangstörungen,
  • orthopädische Gangstörungen und
  • psychogene Gangstörungen.

Beispiele für Gangstörungen sind der Steppergang, das Trendelenburg-Hinken und das Wernicke-Mann-Gangbild.‎

Fachgebiete: Neurologie, Orthopädie

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