Wernicke-Mann-Gangbild
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Loslegennach dem deutschen Neurologen und Psychiater Carl Wernicke (1848–1905) und dem deutschen Neuropathologen Ludwig Mann (1866–1936)
Englisch: Wernicke-Mann gait, hemiplegic gait
Definition
Als Wernicke-Mann-Gangbild bezeichnet man eine Ganganomalie, die durch das seitliche, halbkreisförmige Ausscheren des Beins (Zirkumduktion) während der Vorwärtsbewegung charakterisiert ist.
Ätiologie
Das Wernicke-Mann-Gangbild ist meist Residuum einer Wernicke-Mann-Lähmung, die in der Regel Folge eines Hirninfarkts oder einer intrazerebralen Blutung mit Schädigung des ersten Motoneurons ist.[1]
Klinik
Beim Wernicke-Mann-Gangbild verlagern Betroffene während des Gehens ihr Gewicht auf das gesunde Standbein, meist unter Zuhilfenahme eines Gehstocks. Anschließend wird das betroffene Bein halbkreisförmig nach vorne bewegt. Die fehlende Möglichkeit zur Flexion des Beins verhindert die direkte, lineare Bewegung nach vorne. Kennzeichnend ist zudem eine asymmetrische Schrittführung mit einer Streck-Synergie der unteren Extremität, bei der das betroffene Bein in einem lateralen Bogen nach ventral rotiert wird.[2]
Therapie
Eine Fußheberorthese (Peronaeusschiene) sowie ein gezieltes Gangtraining können das Ausmaß der Zirkumduktion reduzieren.[3]
Quellen
- ↑ Chen CH, Chang TY, Sung PS, et al. An overview of post-stroke disability. J Formos Med Assoc. 2025;125(Suppl 1):S32-S47.
- ↑ Altaim T, Ramakrishnan V, Subramanian SS, et al. Effectiveness of the Pelvic Clock and Static Bicycle Exercises on Wisconsin Gait Scale and Trunk Impairment Scale in Chronic Ambulatory Hemiplegic Patients. Healthcare (Basel). 2023;11(2):279.
- ↑ Ohtsuka K, Mukaino M, Yamada J, et al. Effects of ankle-foot orthosis on gait pattern and spatiotemporal indices during treadmill walking in hemiparetic stroke. Int J Rehabil Res. 2023;46(4):316-324.