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Wernicke-Mann-Gangbild

Englisch: Wernicke-Mann gait

1 Definition

Als Wernicke-Mann-Gangbild bezeichnet man eine Ganganomalie, die durch das seitliche, halbkreisförmige Ausscheren des Beins (Zirkumduktion) während der Vorwärtsbewegung charakterisiert ist.

2 Klinik

Beim Wernicke-Mann-Gangbild verlagern Betroffene während des Gehens ihr Gewicht auf das gesunde Standbein, meist unter Zuhilfenahme eines Gehstocks. Anschliessend wird das betroffene Bein halbkreisförmig nach vorne bewegt. Die fehlende Möglichkeit zur Flexion des Beins verhindert die direkte, lineare Bewegung nach vorne. Ein solches Gangbild ist die Folge einer sogenannten Wernicke-Mann-Lähmung, welche durch eine spastische Flexion des Arms und einer Extension des Beins auf der kontralateralen Seite der verursachenden, zerebralen Läsion gekennzeichnet ist.

Tags:

Fachgebiete: Neurologie

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