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Penciclovir

Handelsnamen: Fenistil Pencivir u.a.

1 Definition

Penciclovir ist ein Virostatikum, das zur Behandlung von Herpesviren verabreicht wird.

2 Indikationen

Penciclovir wird zur topischen Anwendung beim Herpes labialis eingesetzt. Es kommt insgesamt zu einer ungefähr um 30 % beschleunigten Krustenbildung und damit zusammenhängenden Linderung des Juckreizes sowie Schmerzempfindens.

3 Allgemeines

Der Wirkstoff weist eine dem Aciclovir, welches ebenfalls ein Nucleosidanalogon und Virostatikum darstellt, ähnliche Struktur auf. Es handelt sich dabei um ein Prodrug, so dass Penciclovir nach Auftragen auf die Haut dort erst in der Hautzelle zu einem wirksamen Metaboliten umgewandelt werden muss.

4 Wirkmechanismus

Penciclovir wird, nachdem es von infizierten Zellen aufgenommen wurde, durch verschiedene Kinasen phosphoryliert. Dies dient dem späteren Einbau in die virale DNS, da Penciclovir dem DNS-Baustein Guanin, eine Nucleinbase, stark ähnelt. Dieser Fehleinbau resultiert jedoch in einem Kettenabbruch, da die virale Polymerase Penciclovir als Baustein nicht erkennt, wodurch eine weitere Replikation der Viren-DNS und eine damit zusammenhängende Vermehrung des Virus ausbleibt.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Dadurch, dass der Arzneistoff lediglich lokal aufgetragen wird, kommt es selten zu Nebenwirkungen. Lokale Reaktionen wie Brennen, Stechen oder ein Taubheitsgefühl können im Rahmen einer Behandlung mit Penciclovir entstehen, wobei auch Allergien möglich sind.

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