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Adipositaschirurgie

1 Definition

Als Adipositaschirurgie bezeichnet man die operative Therapie der Adipositas mittels Verfahren der Bariatrischen Chirurgie.

2 Indikation

Derzeit (2020) besteht eine Indikation für einen adipositaschirurgischen Eingriff unter folgenden Bedingungen:

  • BMI ≥ 40 kg/m² ohne Begleiterkrankungen und ohne Kontraindikationen nach Erschöpfung der konservativen Therapie nach umfassender Aufklärung
  • BMI ≥ 35 kg/m² mit einer oder mehreren Adipositas-assoziierten Begleiterkrankungen, wenn die konservative Therapie erschöpft ist
  • Primärindikation ohne vorherigen konservativen Therapieversuch, wenn:
    • BMI ≥ 50 kg/m²
    • konservative Therapie durch multidisziplinäres Team als nicht erfolgsversprechend eingestuft wird
    • Begleit- und Folgeerkrankungen keinen Aufschub eines operativen Eingriffs erlauben

Zu den Adipositas-assoziierten Erkrankungen zählen:

Die konservative Therapie gilt als erschöpft, wenn nach mindestens 6 Monaten umfassender Lebensstilintervention in den letzten 2 Jahren eine Reduktion des Ausgangsgewichts von > 15 % bei einem BMI von 35 bis 39,9 kg/m² und von > 20 % bei einem BMI über 40 kg/m² nicht erreicht wurde. Erfolgt nach erfolgreicher Gewichtsreduktion eine erneute Gewichtszunahme von > 10 %, gilt die konservative Therapie nach einem Jahr ebenfalls als erschöpft.

3 Quellen

Fachgebiete: Viszeralchirurgie

Diese Seite wurde zuletzt am 12. November 2020 um 20:55 Uhr bearbeitet.

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