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Hyperlipoproteinämie

(Weitergeleitet von Hyperlipidämie)

Synonym: Hyperlipidämie
Englisch: hyperlipidemia

1 Definition

Eine Hyperlipoproteinämie, kurz HLP, bezeichnet eine Erhöhung von Cholesterin und Triglyceriden und den dazugehörigen Lipoproteinen im Blut. Eine Hyperlipoproteinämie ist ein Symptom, jedoch keine Diagnose.

2 Formen

2.1 Hypertriglyceridämie

Bei hauptsächlich erhöhten Triglyceriden bezeichnet man die Form der Hyperlipoproteinämie auch als Hypertriglyceridämie. Der Referenzbereich für Triglyceride im Blut liegt bei 35-180 mg/dl. Einige Stunden lang nach der Nahrungsaufnahme kann dieser Wert überschritten werden, was jedoch physiologisch normal ist und von der Nahrung und den Essgewohnheiten der Person abhängt. Liegt der Wert beim nüchternen Patienten über dem Normwert, so spricht man von einer Hypertriglyceridämie.

2.2 Hypercholesterinämie

Eine Erhöhung des Gesamtcholesterins im Blut wird als Hypercholesterinämie bezeichnet. Auch hier ist der Wert nach der Nahrungsaufname physiologisch erhöht, was kein Anlass zur Sorge geben sollte. Der Referenzbereich des Gesamtcholesterins liegt bei 130-225 mg/dl wobei bereits ab einem Wert von 200 ein Atheroskleroserisiko besteht.

2.3 Kombinierte Hyperlipidämie

Bei einer kombinierten Hyperlipidämie sind die Triglycerid- und Cholesterinwerte im Blut erhöht. Auch hier gelten die oben genannten Referenzbereiche.

3 Ursachen

Es gibt primäre und sekundäre Hyperlipoproteinämien. Primäre Störungen heißen deshalb so, da die Lipoproteine im Blut die eigentliche Erkrankung darstellen und meistens durch eine Stoffwechselerkrankung hervorgerufen werden, die vererbbar ist.

Die sekundären Hyperlipoproteinämien sind im Gegensatz dazu lediglich ein Symptom einer anderen Erkrankung.

3.1 Primäre Hyperlipoproteinämien

Die Manifestation einer primären, vererbten Stoffwechselstörung kann zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden, manchmal sogar erst nach einigen Jahrzehnten. Der Erbgang ist ebenso zu beachten, auch bei der Familienplanung betroffener Patienten. Wichtig ist aber auch vor allem ob Hetero-, Homozygotie oder ein polygener Defekt vorliegt. Bei primären Hyperlipoproteinämien liegt immer ein Defekt in der Synthese bzw. der Funktion eines Proteins vor. Z.B. kann der Fehler in einer Fehlenden Enzymsynthese oder Enzymaktivität, aber auch in einer gesteigerten Produktion von Lipiden oder Apolipoproteinen, sowie in Rezeptorfunktionsstörungen begründet sein.

3.2 Sekundäre Hyperlipoproteinämien

Als Symptome einer Grunderkrankung treten oft sekundäre Hyperlipoproteinämien auf. Die häufigsten Auslöser dafür sind Diabetes mellitus, Pankreatitis, Alkoholismus, Überernährung bzw. Adipositas sowie Leber- und Gallenwegserkrankungen. Die Therapie der sekundären Hyperlipoproteinämie sollte in erster Linie auf die Behandlung der Grunderkrankung zielen. So hat man die besten Erfolgsaussichten und vermindert das Auftreten von anderen sekundären Erkrankungen, die mit der Grunderkrankung einhergehen können.

4 Einteilung

Nach Fredrickson werden die Hyperlipoproteinämien in 5 Typen eingeteilt:

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