Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Proteinurie

Englisch: proteinuria

1 Definition

Unter einer Proteinurie versteht man die Ausscheidung von Protein (Eiweiß) im Urin.

Eine geringe Proteinauscheidung im Urin ist physiologisch. Bei Niereninsuffizienz bzw. nephrotischem Syndrom ist die Ausscheidung erhöht.

2 Labordiagnostik

Um eine Proteinurie festzustellen, wird laborchemisch das Eiweiß im Sammelurin bestimmt. Die normale Proteinausscheidung im Urin liegt zwischen 60 und 150 mg in 24 Stunden. Eine Ausscheidung von mehr als 150 mg Eiweiß pro Tag wird somit definitionsgemäß als Proteinurie bezeichnet.

Als Suchtest kann der Albumin-Kreatinin-Quotient bestimmt werden. Ein negatives Testfeld für Proteine auf dem Urinteststreifen schließt eine Proteinurie dagegen nicht aus. Bei Harnwegsinfektionen ist die Diagnostik nicht sicher bewertbar.

3 Klinik

3.1 Benigne Proteinurien

Sogenannte benigne Proteinurien kommen insbesondere bei jungen Menschen nach körperlicher Anstrengung, emotionalem Stress und Unterkühlung vor. Auch rund ein Fünftel der Schwangeren haben im Laufe der Schwangerschaft eine passagere Proteinurie. Diese benignen Proteinurien sind physiologisch und grenzen sich von pathologischen Formen durch eine normale Proteinkonzentration im Morgenharn (< 300 mg/l) ab.

3.2 Pathologische Proteinurien

Die pathologischen Formen der Proteinurie werden nach der zugrundeliegenden Störung weiter differenziert und erlauben so eine fein abgestufte Diagnostik:

Frühzeichen einer im Rahmen eines Diabetes mellitus auftretenden diabetischen Nephropathie ist die Mikroalbuminurie.

Jede dieser genannten Formen ist durch das Vorkommen eines oder mehrerer Markerproteine im Urin charakterisiert.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.
21 Wertungen (3.33 ø)

189.398 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: