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Glomeruläre Proteinurie

Synonym: Makromolekulare Proteinurie
Englisch: glomerular proteinuria

Die glomeruläre Proteinurie ist eine Form der Proteinurie, die auf eine Fehlfunktion der Glomeruli zurückzuführen ist.

1 Glomerulär selektive Proteinurie

Bei der selektiven Form der glomerulären Proteinurie sind die Ladungseigenschaften des Glomerulumfilters beeinträchtigt. Markerproteine zur Erfassung einer glomerulär selektiven Proteinurie sind das Albumin und das Transferrin.

Albumin hat ein Molekulargewicht von ca. 70.000 Dalton und ist negativ geladen. Es kann daher als Grenzmarke betrachtet werden. Normalerweise passiert es den glomerulären Filter nicht und taucht daher nicht im Harn auf. Bei schon beginnender Schädigung der Glomeruli ist es allerdings stets nachzuweisen.

Glomerulär selektive Proteinurien treten beispielsweise im Rahmen einer Nephropathie bei Diabetes mellitus (diabetischen Nephropathie mit Mikroalbuminurie) oder Hypertonie auf. Die meisten Formen der Glomerulonephritis (besonders die Minimal-Change-Glomerulonephritis) zeigen in der Anfangsphase eine glomerulär selektive Proteinurie.

2 Glomerulär unselektive Proteinurie

Eine glomerulär unselektive Proteinurie ist durch die zusätzliche Ausscheidung des Markerproteins IgG charakterisiert. Sie tritt bei einer fortgeschrittenen Schädigung der glomerulären Basalmembran. Ursachen sind neben fortgeschrittener diabetischer Nephropathie viele Arten der Glomerulonephritis (infektiös, Amyloidose oder Kollagenosen z.B. Lupusnephritis) sowie andere Ursachen (z.B. Fieber, EPH-Gestose).

Fachgebiete: Nephrologie

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