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Obstruktives Schlafapnoesyndrom

Abkürzung: OSAS

1 Definition

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom ist eine durch partielle Verlegung der oberen Atemwege entstehende Einschränkung der Atmung. Je nach Lebensalter des Patienten überwiegen dabei unterschiedliche Ursachen.

2 OSAS bei Kindern

Bei Kindern wird ein obstruktives Schlafapnoesyndrom am häufigsten durch eine Hyperplasie der Rachen- oder Gaumenmandel verursacht.

2.1 Symptome

Häufigste Ursache ist die Verlegung der oberen Atemwege durch

2.2 Diagnostik

2.3 Therapie

Die Adenotomie ("Polypenentfernung") und/oder Tonsillektomie führt zu einer vollkommenen Rückbildung der genannten Beschwerden.

3 OSAS bei Erwachsenen

Auch das adulte OSAS entsteht durch Einengungen im Bereich der oberen Atemwege, z.B. durch

3.1 Symptome

3.2 Pathophysiologie

Durch eine Verlegung des Rachens im Schlaf wird der Atemfluss beeinträchtigt. Er kann vermindert, aber auch ganz aufgehoben sein, was einem Atemstillstand (Apnoe) gleichkommt. Solche Ereignisse können sich sehr häufig pro Stunde Schlafzeit ereignen. Ab 10 Ereignissen pro Stunde Schlafzeit spricht man von einer Schlafapnoe. Ein einzelnes Ereignis muss dabei mindestens 10 Sekunden lang sein.

Die Apnoe beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom ist also eine Atempause, die durch einen Verschluss der oberen Atemwege hervorgerufen wird. Gleichzeitig bleibt die Atemtätigkeit erhalten - die Atemmuskulatur betreibt also vergebliche Atembewegungen. Der Körper reagiert mit einer Weckreaktion (Arousal), die zur Wiederaufnahme der Atmung führt, da im Wachen die Muskelspannung den Rachen wieder aufspannt. Über ständige Weckreaktionen wird der Schlaf zerstückelt, der Anteil des Tiefschlafs und des Traumschlafs nimmt ab und kann sogar gegen Null tendieren. Man spricht von einer Schlaffragmentation. Dieser Schlaf ist nicht mehr erholsam, was wiederum zu einer erheblichen Einschlafneigung tagsüber führt.

3.3 Therapie

  • Die CPAP-Therapie über Nasenmaske ist die Standardtherapie. Sie stellt im Grunde eine "Schienung" der oberen Atemwege dar. Bei höheren Drücken, beispielsweise über 10 cm H2O ist eine BIPAP-Therapie notwendig.
  • Verhinderung der Rückenlage durch eine Spezialweste oder ein Kissen im Rücken. Dieses einfache und preiswerte Verfahren kann alleine oder in Kombination mit CPAP-Therapie Patienten mit Körperlage-betontem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom helfen.
  • Unterkieferprotusionsgeräte vergrößern der Rachenraum, diese Methode wird vom Zahnarzt oder Kieferchirurgen angewandt. Hierdurch ist eine Therapie bei geringgradigem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom möglich
  • Uvulovelopharyngoplastik (UVPP) mittels Laser oder konventionell hilft nur in einzelnen Fällen bei obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom. Die Indikation muss genau gestellt werden.
  • Verbesserung der Nasenatmung durch:
  • begleitende Maßnahmen:

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