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Inkretin

von lateinisch: incernere - daraufsieben, darüberstreuen
Englisch: incretin

1 Definition

Inkretine sind gastrointestinale Hormone, welche die nahrungsabhängige Insulinsekretion aus pankreatischen Betazellen steuern.

2 Geschichte

Die Existenz von Inkretinen wurde erstmals in den 1960er Jahren postuliert. Sie wurde aus der Beobachtung des Inkretin-Effekts nach oraler Glucosegabe abgeleitet.

3 Physiologie

Die Nahrungsaufnahme stimuliert über Inkretinhormone im Sinne einer Störgrößenaufschaltung die Sekretion von Insulin in Abhängigkeit vom aktuellen Plasma-Glukosespiegel. Zugleich wird die Ausschüttung von Glucagon gehemmt, die Magenentleerung gebremst und im ZNS ein Sättigungsgefühl vermittelt.

Als Inkretin-Effekt wird dementsprechend der Unterschied der Betazellantwort zwischen oraler und intravenöser Glukosegabe im Rahmen eines Glukosetoleranztests bezeichnet.

Zur Zeit sind die folgenden Inkretine bekannt:

  • Glucagon-like peptide (GLP-1)
  • Glucose dependent insulinotropic peptide (GIP).

Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 ist die postprandiale Sekretion von Inkretinen vermindert.

4 Pharmakologie

Inkretin-Mimetika sind synthetisch hergestellte Inkretin-Analoga, die blutzuckersenkende Wirkung haben. Sie werden als Antidiabetika zur Therapie des Typ-2-Diabetes eingesetzt. Die synthetischen Polypeptide wirken als Agonist am GLP-1-Rezeptor.

DPP-4-Hemmer zählen ebenfalls zu den Antidiabetika, sie verhindern den Abbau von GLP-1.

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Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 10. Januar 2023 um 13:07 Uhr bearbeitet.

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