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Gastric banding

1 Definition

Das Gastric banding ist ein operatives Verfahren zur Einengung des Magens. Es ist die letzte Therapiealternative bei massiver Adipositas.

2 Operationstechnik

Das Gastric banding kann für den Patieten schonend und risikoarm in laparoskopischer Technik (Minimal invasive Chirurgie) erfolgen.

Bei dem Eingriff wird eine aufblasbare Kunstoffmanschette (Magenband) um den proximalen Magen gelegt. Dadurch wird das Fundusvolumen auf wenige Milliliter reduziert. Durch die Anlage dieses künstlichen Passagehindernisses kann eine übermäßige Aufnahme fester Nahrung effektiv unterbunden werden.

Der Füllungsdruck der Manschette kann nachträglich perkutan korrigiert werden (z.B. bei zu lockerer/fester Anlage durch den Operateur). Als Vorteil gegenüber einem Magen-Bypass ist bei einem Gastric banding keine Anastomose zwischen Magen und Jejunum erforderlich, da der Magen intakt bleibt.

3 Indikationsstellung

Das Gastric banding ist als absolute Notlösung zu betrachten. Im Vorfeld sollten alle möglichen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion (z.B. Diätgruppe, Null-Diät, psychosomatische Beratung, Psychotherapie) ausgeschöpft werden.

Der BMI sollte mindestens 35 betragen, der Patient sollte sorgfältig über Risiken des Eingriffs und einen möglichen Mißerfolg der Maßnahme aufgeklärt werden.

Ein Ulcus ventriculi bzw. Ulcus duodeni sollte vor der Therapie durch eine Gastroskopie ausgeschlossen werden.

4 Nutzen

Das Gastric banding kann in relativ kurzer Zeit zu erstaunlicher Gewichtsabnahme führen. Dabei ist zu beachten, dass der Patient den Erfolg der Maßnahme durch Zuführen hochkalorischer flüssiger Speisen und Getränke (z.B. Softdrinks) untergraben kann.

Das Gastric banding ist insofern als Hungerkur anzusehen. Der Hunger wird nicht unterbunden, lediglich das Essen wird beträchtlich erschwert.

5 Operationsrisiko

Das Operationsrisiko ist mit dem anderer laparoskopischer Eingriffe vergleichbar. Eingriffsspezifisch ist als Komplikation die Penetration der Magenwand durch das Kunststoffband zu befürchten. Diese tritt zwar selten auf, kann aber zu lebensbedrohlichen Konsequenzen führen.

6 Komplikationen

Eine mögliche Komplikation ist häufiges Erbrechen mit der Gefahr von säurebedingten Zahnschäden und Aspiration. Ferner kann es zu einer Slippage, einem Verrutschen des Magenbandes, kommen, die eine operative Revision erforderlich macht

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