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Liquordiagnostik

(Weitergeleitet von Liquoruntersuchung)

Synonym: Liquoruntersuchung
Englisch: cerebrospinal fluid diagnostic, CSF diagnostic, CSF analysis

1 Definition

Unter Liquordiagnostik bzw. Liquoruntersuchung versteht man eine labortechnische Untersuchung des Liquor cerebrospinalis.

2 Indikation

Nicht alle Krankheiten, die das ZNS betreffen, können durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Dies liegt an der Blut-Hirn-Schranke, die verhindert, dass bestimmte Stoffe frei zwischen Blut und ZNS wechseln können. Bei folgenden Krankheiten kann eine Liquoruntersuchung angezeigt sein:

3 Vorgehen

Der zu untersuchende Liquor wird meist durch eine Lumbalpunktion der Wirbelsäule unterhalb von LWK 3 gewonnen. Anschließend wird er im Labor auf folgende Parameter untersucht:

Der normale Liquor ist farblos und enthält wenig Zellen. Der übliche Proteingehalt liegt bei 0,15 - 0,45 g/Liter. Die Zuckerkonzentration sollte bei 50 - 70% des Blutzuckers liegen.

Liegt ein erhöhte Konzentration von Immunglobulinen vor, dann deren Ursache durch das Reiber-Schema weiter differenziert werden.

4 Komplikationen

Bei der Entnahme des Liquors kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Um einen erhöhten Hirndruck auszuschließen, wird vor der Punktion ein CT gemacht, da bei erhöhtem Hirndruck die Gefahr besteht, dass die Medulla oblongata eingeklemmt wird. Desweiteren besteht bei der Lumbalpunktion, wie bei jeder anderen Verletzung des Gewebes, die Gefahr einer Infektion. In manchen Fällen kommt es nach der Liqourentnahme zu stirnbetonten Kopfschmerzen sowie Übelkeit.

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