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Nephelometrie

Synonyme: Tyndallometrie, Streulichtmessung
Englisch: nephelometry

1 Definition

Die Nephelometrie ist ein quantitatives, analytisches Verfahren, bei dem die Teilchenkonzentration von Flüssigkeiten oder Gasen bestimmt wird. Sie wird zur Konzentrationsmessung von Immunkomplexen und Proteinen eingesetzt.

2 Hintergrund

Lösliche Immunkomplexe verursachen eine Trübung in einer Messküvette. Bei Lichteinfall wird ein Teil der auftreffenden Strahlen durch Streuung nach allen Seiten abgelenkt. Diese seitliche Streuung nennt man Tyndall-Effekt. Das entstehende Streulicht wird aufgefangen und über ein Linsensystem auf einen Photodetektor gelenkt. Die Messung des Photodetektors (Nephelometer) ist direkt proportional der Lichtintensität. Die Streulichtintensität hängt von der Anzahl und der Größe der streuenden Partikel ab. Die Beziehung zwischen Partikelkonzentration und Streulichtintensität ist aber nur linear, wenn die Partikelgröße mindestens 10-mal kleiner als die verwendete Wellenlänge ist. Häufig werden die Messungen im blauen bis ultravioletten Bereich durchgeführt.

Voraussetzung für das Verfahren ist eine starke, konstante Lichtquelle (z.B. Halogenlampen, Laser). Die Optik muss in einem bestimmten Winkel zum einfallenden Lichtstrahl angeordnet sein, um das Streulicht aufzufangen. Ein verwandtes Verfahren ist die Turbidimetrie, welche die Abschwächung (Extinktion) des geradlinig durch die Küvette tretenden Lichtes misst.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. September 2020 um 08:29 Uhr bearbeitet.

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