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Thromboembolie

Synonym: Thrombembolie
Englisch: thrombotic embolism

1 Definition

Unter einer Thromboembolie versteht man die Verschleppung eines Thrombus innerhalb der Gefäßsystems, mit anschließender Verlegung eines Gefäßteiles oder Verschluss eines gesamten Gefäßasts (Embolie). Die klinischen Folgen sind zum Teil lebensbedrohlich und erfordern eine schnelle Intervention.

2 Formen

Man unterscheidet nach dem beteiligten Blutgefäß:

  • Venöse Thromboembolien (VTE): Der Embolus befindet sich in einer Vene.
  • Arterielle Thromboembolien (ATE): Der Embolus befindet sich in einer Arterie.

3 Ursachen

Pathogenetisch stehen bei Thromboembolien meist lokale Störungen der Hämodynamik im Vordergrund, die in Verbindung mit Entzündungsprozessen der Gefäßwand zu einer Aktivierung der Blutgerinnung führen. Ebenso kann eine generelle Hyperkoagulabilität Thromboembolien begünstigen, z.B. im Rahmen einer Polycythaemia vera.

Risikofaktoren für Thromboembolien sind u.a. Tumorerkrankungen, Einnahme von oralen Kontrazeptiva und anderen gerinnungsfördernden Medikamenten, Immobilisation, Traumata, Rauchen und Gefäßpunktionen bzw. endovaskuläre Interventionen (PTCA).

4 Auslöser

Venöse Thromboembolien entwickeln sich oft aus einer tiefen Venenthrombose (TVT) in den Beinen, da die untere Körperpartie aufgrund des langsameren Flußgeschwindigkeiten in den Venen die Entstehung venöser Thromben begünstigt.

Bei arteriellen Thromboembolien sind unter anderem folgende Auslöser relevant:

5 Folgen

  • Venöse Thrombembolie: Die häufigste Folge einer venösen Thrombembolie ist die Lungenembolie. Darüber hinaus kann es bei Verschluss einer größeren Vene ohne ausreichende Kollateralgefäße zu Abflussstörungen im Drainagegebiet der Vene mit Stauungssymptomen kommen.
  • Arterielle Thrombembolie: Der Verschluss einer Arterie führt zur Ischämie und Nekrose in ihrem Versorgungsgebiet. Beispiele sind Hirninfarkt, Niereninfarkt oder Mesenterialinfarkt. Ist eine Extremitätenarterie betroffen, kommt es zum Absterben des minderperfundierten Gewebes mit Demarkation.

6 Prophylaxe

Durch eine herabgesetzte Blutzirkulation sind besonders bettlägerige, immobile Patienten (z.B. nach einer Operation) gefährdet, eine venöse Thrombembolie zu erleiden. Prophylaktisch empfehlen sich folgende Maßnahmen:

6.1 Allgemeinmaßnahmen

6.2 Antikoagulantien

6.3 Thrombozytenaggregationshemmer

7 Therapie

7.1 Allgemeinmaßnahmen

7.2 Revaskularisation

7.3 Leitlinien

AWMF-Leitlinie zur Prophylaxe der venösen Thromboembolie

Fachgebiete: Angiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 8. April 2021 um 15:30 Uhr bearbeitet.

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