Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Aorta

von altgriechisch: ἀείρω ("aeirō") – hochheben, aufstehen
Synonyme: Hauptschlagader, große Körperschlagader
Englisch: aorta

1 Definition

Als Aorta bezeichnet man die zentrale Arterie des tierischen bzw. menschlichen Organismus, die vom Herzen abgehend das oxygenierte Blut in die Körperperipherie transportiert.

2 Anatomie

2.1 Übersicht

Die Aorta geht als zentrales Gefäß des Körperkreislaufes vom linken Herzen ab, von dem es durch die Aortenklappe getrennt ist. Im weiteren Verlauf zieht sich die Aorta bogenförmig über die Trachea und verlagert die Richtung nach dorsal und kaudal. Im Thoraxbereich gibt sie dabei die Koronararterien, den Truncus brachiocephalicus, die Arteria carotis communis sinistra, die Arteria subclavia sinistra sowie die Interkostalarterien und weitere, kleinere Äste ab.

Nach dem Durchtritt durch das Diaphragma im Hiatus aortae gibt die Aorta Gefäße an das Zwerchfell, die Nieren (Arteriae renales) und Nebennieren, an Hoden beziehungweise Ovarien sowie die drei unpaaren Bauchgefäße ab, bevor sie sich in die beiden Arteriae iliacae communes teilt.

2.2 Dimensionen

Die Aorta ist die größte Arterie des menschlichen Körpers. Sie hat beim Erwachsenen einen Durchmesser von etwa 2,5 bis 3,5 cm und eine Länge von 30 bis 40 cm. Dabei nimmt sie in etwa die Form eines Spazierstocks ein.

2.3 Grobeinteilung

Systematisch läßt sich die Aorta in verschiedene Abschnitte einteilen:

Als Isthmus aortae oder Aortenisthmus bezeichnet man eine physiologische Engstelle der Aorta, die distal des Abgangs der linken Arteria subclavia am Übergang vom Aortenbogen zur Pars thoracica aortae liegt. Sie markiert die Ansatzstelle des Ligamentum arteriosum.

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2.4 Übersicht der Aortenabgänge

3 Histologie

Die Aorta weist den typischen dreischichtigen Wandbau der großen Arterien auf. An die Tunica intima aus Endothel, lockerem Bindegewebe und einzelnen glatten Muskelzellen schließt sich die Media an.

Die Tunica media ist durch eine große Anzahl an elastischen Fasern sowie Kollagen 3 gekennzeichnet, zwischen die Myofibroblasten und glatte Muskelzellen eingestreut sind. Sie ist die mächtigste Wandschicht. Fasermatrix und Zellen sind in konzentrisch laufenden elastischen Lamellen angeordnet. Auf diese Weise kann sich die Aorta bei raschen Volumenschwankungen dehnen (Windkesselfunktion).

Nach außen wird die Aorta durch die Tunica externa (Adventitia) abgegrenzt. Durch ihre Wanddicke ist die Aorta auf die Ernährung durch Vasa vasorum angewiesen, welche die Tunica media und die Tunica externa mit Blut versorgen.

4 Physiologie

Im Bereich des Aortenbogens sind in Form des Glomus aorticum Chemorezeptoren in die Gefäßwand eingelassen, die hauptsächlich auf Veränderungen des Sauerstoffpartialdruckes (pO2) sowie auf einen Anstieg des arteriellen Kohlendioxidpartialdruckes (pCO2) und ein Absinken des Blut-pH-Wertes (Azidose) reagieren. Sie leiten diese Informationen über das vegetative Nervensystem an Kreislaufzentren im ZNS weiter.

Zusätzlich finden sich in der Wand des Aortenbogens Barorezeptoren, die als P-D-Rezeptoren den Blutdruck, Blutdruckschwankungen sowie die Blutdruckamplitude und die Herzfrequenz registrieren. Auch diese Informationen gelangen in das ZNS und lösen u.a. den Barorezeptorreflex aus.

5 Klinik

Zu den Erkrankungen der Aorta zählen unter anderem:

Selten kann es auch zu Entzündungen der Aorta kommen (Aortitis). Beispiele sind die Mesaortitis luica und die Takayasu-Arteriitis.

Diese Seite wurde zuletzt am 5. Juni 2022 um 21:31 Uhr bearbeitet.

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