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Glomus aorticum

Synonym: Paraganglion supracardiale
Englisch: aortic glomus

1 Definition

Das Glomera aortica sind vagal innervierte, parasympathische Paraganglien an der kaudalen Seite des Aortenbogens (Arcus aortae). Sie dienen der peripheren Chemorezeption.

2 Aufbau

Die Glomera sind wenige Millimeter große, kapillarisierte Rezeptorkörperchen, die von einer Bindegewebskapsel umgeben sind. Die in ihrem Inneren gelegenen Hauptzellen, auch Glomuszellen vom Typ I genannt, sind Chemorezeptoren. Sie reichen in die Aortenwand hinein und stehen in Kontakt zu einstrahlenden vagalen Afferenzen. Die Zellen enthalten Vesikel mit Neurotransmittern wie Acetylcholin, Dopamin, Noradrenalin und Substanz P. Ihre Funktion wird durch so genannte Hüllzellen (Typ-II-Glomuszellen) unterstützt.

3 Funktion

Die Glomera aortica reagieren hauptsächlich auf Veränderungen des Sauerstoffpartialdruckes (pO2) sowie auf einen Anstieg des arteriellen Kohlendioxidpartialdruckes (pCO2) und ein Absinken des Blut-pH-Wertes (Azidose). Diese Veränderungen induzieren eine Transmitterfreisetzung der Rezeptorzellen. Die nachfolgende Erregung afferenter Vagusfasern führt zu einer Steigerung des zentralen Atemantriebes durch die dorsale respiratorische Gruppe (DRG).

siehe auch: Atemzentrum

Fachgebiete: Anatomie, Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Juli 2020 um 22:21 Uhr bearbeitet.

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