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Glomuszelle

Englisch: glomus cell

1 Definition

Glomuszellen sind ein Zelltyp, der in parasympathischen Paraganglien vorkommt, die der Chemorezeption dienen. Dazu zählen das Glomus caroticum und die Glomera aortica.

2 Einteilung

Man unterscheidet Glomuszellen vom Typ I und vom Typ II. Die eigentliche Chemorezeption findet in den Typ-I-Zellen statt. Die Typ-II-Zellen werden auch als Hüllzellen bezeichnet und haben - ähnlich wie die Gliazellen - eine supportive Funktion.

3 Embryologie

Die Glomuszellen vom Typ I stammen aus der Neuralleiste. Bei der Geburt haben sie eine relativ geringe Sensitivität. Sie benötigen in der Postnatalperiode einige Wochen, um ihre volle Funktion zu erreichen. Diesen Prozess bezeichnet man auch als "Resetting".

4 Physiologie

Die Glomuszellen befinden sich dorsal an der Gabelung der Arteria carotis communis im Glomus caroticum sowie entlang des Aortenbogens in den Glomera aortica. Sie reagieren auf Änderungen des pO2, pCO2 und pH-Werts im arteriellen Blut.

Dabei kommt es zu einer Schließung von Kaliumkanälen, was eine Depolarisation der Plasmamembran zur Folge hat und Calciumkanäle öffnet. Konsekutiv schütten die Glomuszellen diverse Neurotransmitter aus, u.a. Acetylcholin, Dopamin, Noradrenalin und Substanz P. Die Neurotransmitter wiederum stimulieren afferente Neurone in der Nähe der Glomuszellen.

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Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Juli 2020 um 22:37 Uhr bearbeitet.

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