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Paraganglion

Englisch: paraganglion

1 Definition

Paraganglien sind Ansammlungen von epithelähnlichen, endokrin aktiven Parenchymzellen, die ektodermaler Herkunft sind, d.h. aus der Neuralleiste stammen. Sie stehen funktionell zwischen dem vegetativen Nervensystem und dem endokrinen System.

2 Histologie

Paraganglien weisen neben den Parenchymzellen ein gut vaskularisiertes Interstitium auf und sind außen von einer Bindegewebskapsel umgeben.

3 Einteilung

Man unterscheidet zwei verschiedene Formen von Paraganglien:

3.1 Sympathische Paraganglien

Sympathische Paraganglien enthalten chromaffine Parenchymzellen, die Katecholamine produzieren. Zu ihnen zählen die Corpora paraaortica (Zuckerkandl-Organ) an der Arteria mesenterica inferior. Auch das Nebennierenmark ist aufgrund seiner Herkunft als Paraganglion anzusehen. Es ist damit das größte Paraganglion des menschlichen Körpers.

3.2 Parasympathische Paraganglien

Parasympathische Paraganglien enthalten nicht-chromaffine Parenchymzellen. Dazu gehören:

Diese beiden Paraganglien senden mit dem Nervus vagus (Nervus X) und dem Nervus glossopharyngeus (Nervus IX) Afferenzen zum ZNS. Sie dienen als Chemorezeptoren. Darüber hinaus existieren noch weitere Paraganglien:

4 Klinik

Von den Paraganglien können neuroendokrine Tumoren, so genannte Paragangliome ausgehen.

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Fachgebiete: Histologie

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