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Parenchym

von altgriechisch: παρά ("para") - neben; ἐγχεῖν ("enchein") - hineingießen
Synonyme: Parenchyma, Grundgewebe
Englisch: parenchyma

1 Definition

Als Parenchym bezeichnet man das organspezifische Gewebe im Gegensatz zum interstitiellen Bindegewebe, dem Stroma. Die Funktion eines Organs wird maßgeblich durch das Parenchym wahrgenommen.

2 Hintergrund

Das Parenchym besteht aus spezialisierten Zellen, den Parenchymzellen. Sie erfüllen in ihrer Gesamtheit die eigentliche Aufgabe des Organs. Das Leberparenchym besteht beispielsweise aus Hepatozyten, das Schilddrüsenparenchym auf Thyreozyten.

Das Stroma übt hingegen keine Organfunktion aus, sondern ist im Wesentlichen für die Gewebearchitektur und Versorgung des Parenchyms verantwortlich. Es enthält dementsprechend Faserelemente sowie zu- und abführende Gefäße und Nerven.

Parenchym und interstitielles Bindegewebe sind keine streng getrennten anatomischen Kompartimente, sondern bilden auf mikroskopischer Ebene eine enge funktionelle Einheit. Parenchymzellen und Stromazellen stimmen ihre Zellaktivität aufeinander ab, indem sie sich gegenseitig biochemisch beeinflussen, z.B. durch Wachstumsfaktoren.

Embryologisch leitet sich das Parenchym meist vom Ektoderm oder Endoderm ab.

3 Klinik

In der klinischen Alltagssprache wird der Begriff "Parenchym" meist weniger differenziert verwendet. In der Bildgebung bezeichnet er in der Regel einfach das Innere eines Organs, z.B. im Gegensatz zur Organkapsel.

Fachgebiete: Terminologie

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