Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Atemantrieb

1 Definition

Der Atemantrieb ist eine physiologische Steuergröße, welche die Atmung reguliert und dadurch die Konzentration der Blutgase Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) beeinflusst.

2 Hintergrund

Der Atemantrieb entsteht im Atemzentrum in der Medulla oblongata. Er wird in erster Linie vom CO2-Partialdruck beeinflusst. Steigt der CO2-Partialdruck über den Normwert von 40 mmHg, wird die Atemfrequenz und damit das Atemminutenvolumen erhöht. In dieselbe Richtung wirkt ein abfallender O2-Partialdruck oder eine respiratorische Azidose.

Fehlt der Atemantrieb, kommt es zum Atemstillstand.

3 Klinik

Der Atemantrieb kann durch Opiate, Anästhetika und andere Wirkstoffe gedämpft werden. Bei COPD-Patienten tritt durch die Anpassung an die chronische Hyperkapnie der CO2-Partialdruck als primärer Atemantrieb in den Hintergrund. Im Falle einer Hypoxämie wird der O2-Partialdruck, der beim Gesunden den sekundären Atemantrieb darstellt, der treibende Faktor. Wenn man dann den O2-Partialdruck bei erhaltener Spontanatmung erhöht, z.B. durch Gabe von Sauerstoff über eine Nasensonde, kann im schlimmsten Fall ein Atemstillstand eintreten. Dieser erfordert konsekutiv eine assistierte oder kontrollierte Beatmung.

Tags: ,

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 25. November 2020 um 11:41 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (4 ø)

13.921 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: